“4. Quarantäne-Liga”; ein ernsthafter Anlauf

Der entscheidende Schwachpunkt

 

 

In unserer nicht gar so langen Vereinsgeschichte wurden stets Freud und Leid gemeinsam geteilt, konnte es doch gerade beim Blitzschach passieren, dass ein schlechter Tag erwischt wurde. Am vergangenen Sonntag jedoch wurde die tapfer kämpfende Mannschaft wegen großer Unzulänglichkeiten eines Spielers um den wohlverdienten Erfolg gebracht.

 

Äußerst bitter, denn von Anfang an hatte es den Anschein, dass man uns nicht am Aufstieg werde hindern können. Und dies, obwohl die Liga sehr stark besetzt war, wofür der Abstieg des Düsseldorfer SK 1914/25 bzw. der SG Solingen ein klares Zeugnis ablegen. Doch dann kam der große Auftritt des eingangs erwähnten Spielers, der das Team letztlich mit dem 5. Platz belohnte. :( Continue reading

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“1. Bayern-Sachsen-Thüringen-Cup”

Was wäre wenn?

 

 

Hätten sich “Schach_du_Nase” und “SFA_Gang” rechtzeitig zu Turnierbeginn eingeloggt und hätte dadurch unsere Mannschaft die geforderte Mindeststärke von zehn Spielern erreicht, wir wären weitaus höher in der Tabelle gelandet. Doch da weder das eine noch das andere der Fall war, mussten wir uns letztlich mit einem Mittelplatz begnügen. Aber der Reihe nach. Continue reading

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15. Quarantäne-Liga 15.04.

Konsolidieren ist etwas Tolles. Wackeliges wird befestigt, Unnützes aussortiert, Schiefes geradegerückt. Sehr beliebt ist das Konsolidieren daher in der Wirtschaft. Ein Unternehmen entlässt 10 % seiner Mitarbeiter*innen, streicht beim Rest die Zulagen und setzt Mehrarbeit durch – schwups, schon ist es konsolidiert. „Sozial verträglich“ selbstverständlich, denn das klingt in der Öffentlichkeit besser. Für die betroffenen Familien ist das ein schmerzhafter Frontalzusammenstoß mit dem bestehenden Wirtschaftssystem. Schmerzhaft war auch die letzte Runde der Quarantäne-Liga für die zweite Mannschaft. Nach zwei Aufstiegen in Serie ging es aus der 15. Liga sofort wieder hinunter. Aber nennen wir es doch einfach – Konsolidierung! Wir haben nun Zeit gewonnen, uns in der 16. Liga zu akklimatisieren, und konnten schon mal eine Liga höher reinschauen. Wenn wir nun wackelige Kombinationen besser durchrechnen, unnütze Eröffnungsvarianten vermeiden und schiefe Pläne weglassen, wird alles gut. Continue reading
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“4. Quarantäne-Liga”; wieder ein Anlauf

Aus Fehlern gelernt

 

 

Obwohl es uns nicht vergönnt war, ein Wörtchen um den Aufstieg mitzureden, als zu stark hatte sich die internationale Konkurrenz erwiesen, durften wir einen wahrlich ereignisreichen Wettkampf erleben, dessen tatsächliche Spannung sich in keinster Weise in der Abschlusstabelle widerspiegelt.

 

Dort rangieren wir nämlich auf dem vierten Platz mit einem Hauch von Kontakt nach oben und keinerlei Berührung zu den Abstiegsplätzen. Aber wie allgemein bekannt ist, ist Papier geduldig, was entsprechend auch auf Tabellen zutrifft, denn sehr lange mussten wir dem Abstiegsgespenst in die Augen schauen. Und hätten wir nicht einen erstaunlichen Endspurt hingelegt, hätten wir erneut aus dem Tartaros grüßen dürfen. :) Continue reading

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“4. Quaratäne-Liga”

Ein deutliches Signal

 

 

Normalerweise sind Aufsteiger bestrebt, sich in der neuen Liga zu orientieren und unternehmen alles, um nicht gleich wieder abzusteigen. Vermutlich wären wir ebenso gestrickt, wenn wir in der Vergangenheit nicht dermaßen oft als Neuling eine Spielklasse aufgemischt gehabt hätten, weshalb unser Team die Rückkehr in die vierte Liga dazu nutzte, jedem klar zu machen, dass man diesen Aufenthalt als einen vorübergehenden betrachtet.

 

Entsprechend souverän präsentierte man sich, ließ sich vom zwischenzeitlichen Verweilen auf einem Abstiegsplatz keineswegs verunsichern und musste am Ende mit einem gewissen Bedauern feststellen, dass gerade einmal acht Punkte fehlten, um einen glatten Durchmarsch zu erzielen. Alles kein Beinbruch, denn schon bald geht es weiter und es bietet sich eine neue Gelegenheit, den Verein mit Ruhm und Ehre zu überschütten. :) Continue reading

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16. Quarantäne-Liga 11.04.

Trotz der pandemiebedingt geschlossenen Schuhgeschäfte in der Augsburger Innenstadt gelang es uns, die Siebenmeilenstiefel aufzutreiben, die uns Alex Vuckovic nach unserem jüngsten Aufstieg zwecks Durchmarsch empfohlen hatte. Alex selbst schlüpfte an diesem Abend zwar offenbar in die Pantoffeln (oder stand er unter ihnen?), sodass seine erste Mannschaft diesmal ohne Grobs Angriff auskommen musste, mit dem er sie üblicherweise zum Erfolg führt. Jedoch eilte uns „The_Flaggship“ zu Hilfe (30 Punkte), und dass er Siebenmeilenstiefel trug, merkten wir sofort an dem Sogwind, mit dem er uns hinter sich herzog. Mit 9,5/11 vom Start weg, darunter etliche berserkte Siege, brach er uns eine Schneise. Da hielten wir uns an die Sieben Schwaben und sagten uns: „Jockele, gang du voran, du hast Sporn und Stiefel an, dass dich der Has nicht beißen kann!“ Und so kam es, gebissen wurden andere, wir belegten am Ende unverhofft den dritten Platz und stiegen erneut auf.

Wiederum spielten wir erfreulicherweise zu zehnt („xTizix“ war gemeldet, spielte aber keine Partie). Neu dabei war „for_the501“, der mit einer furiosen Turnierleistung von 2227 und einer 7/7-Serie gleich 24 wichtige Punkte beisteuerte. Einmal mehr einen entscheidenden Beitrag leistete „Raphael_Carlsen“ (22). Er streamte seine Partien und brachte das Team mit 4/4 gegen Ende, als ein paar von uns ermüdeten, nach vorne. „ThunderJr19“ (16) erreichte eine Turnierleistung (1907) weit über seiner Wertungszahl und rang in der letzten Partie sogar einen CM nieder. Mit einem meisterlichen Gegner, nämlich einem GM, bekam es auch „wurmendspiel“ gleich in der zweiten Partie zu tun. Trotz dieses Schocks kam er noch auf 15 Punkte. „Sidsimba“ (14) durfte sogar zweimal gegen besagten GM ran. Zwar musste er sich gegen ihn noch knapp geschlagen geben, doch mit einem anderen Schachfreund mit Wertung 2578 hatte er kein Erbarmen mehr und zog ihn im Endspiel ab. „falke_b4“ fand nach eher zähem Start am Ende des Turniers immer besser ins Spiel, vielleicht motiviert durch starke Gegner. So holte er kurz vor Schluss noch 1,5 Punkte am Stück. Großen Mut zeigte „Ti3000“, weil er sich Gegnern stellte, die auf dem Papier meist weitaus besser waren. Er belohnte sich mit Punkten, sogar gegen einen Gegner mit einer Wertungszahl von 2204, der nach wenigen Zügen die Dame einstellte. „haiopei“ ließ es diesmal nach einer Partie gut sein.

Spieler aus der ersten Mannschaft, die bei uns aushelfen, werden hier stets mit Lob und Dank überhäuft. Da macht es gar nichts, wenn es mit dem Punkten mal nicht so klappen will. So erging es diesmal „hawaiitoast“, der es von Anfang an mit Kontrahenten der Elefantenklasse zu tun bekam. Dennoch tat seine Anwesenheit gut, denn kalt, einsam und grau kann es manchmal auf den 64 Feldern sein, und da macht es Mut, wenn ein starker Spieler die eigene Mannschaft unterstützt. Außerdem konnte ein Schwergewicht des Gegners, gegen das er gerade spielte, nicht jemand anderem aus unserem Team zugeteilt werden, und so erhöhte sein Mitwirken indirekt die Chancen aller.

Ob wir auch in der 15. Liga gut beschuht sein werden, erwarten wir mit Spannung. Ohne jemanden wie „The_Flaggship“, der uns mit seiner Spielkunst den Weg weist, wird ein weiterer Durchmarsch aber kaum möglich sein. Die Partien gibt’s hinter diesem Link: https://lichess.org/tournament/9oCbX3a4.

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17. Quarantäne-Liga 08.04.21

Über sieben Brücken musst du gehen
Sieben dunkle Jahre überstehn
Sieben Mal wirst du die Asche sein
Aber einmal auch der helle Schein
(Karat – https://www.youtube.com/watch?v=JBb_A2GkD8M)


Promozione! переход! oprykning! Das deutsche Wort kannte ja kaum noch einer von uns, so lange hatten wir es nicht mehr verwendet. Aufstieg. Siebenmal hintereinander traten wir in der 17. Liga an, manchmal fehlten auf diesen sieben Brücken am Ende nur ein paar Pünktchen, nur ein, zwei kleine Kombinationen. Auch diesmal hätte es nicht gereicht, wenn nicht der mitreißende „hawaiitoast“ einem Meteoriten gleich aus der Stratosphäre der ersten Mannschaft zu uns hinabgesegelt wäre und uns als heller Schein famose 54 Punkte eingespielt hätte. Das reichte am Ende locker, hust, denn den Vierten konnten wir um einen Punkt und den Fünften sogar um zwei Punkte „deklassieren“. Allerdings waren wir auch punktgleich mit dem Zweiten, und diese vier Teams hatten sich etwa eine Stunde lang einen packenden Kampf geliefert. Zehn Minuten vor Schluss lagen wir sogar komfortabel mit fast 15 Punkten Vorsprung auf einem Aufstiegsplatz. Aber das war uns zu langweilig und so ließen wir die anderen noch einmal ganz nah heran.


Besonders schön war an diesem Abend auch die relativ große Zahl an Spielerinnen und Spielern. In den vergangenen Wochen kämpften wir manchmal zu fünft, doch diesmal waren es zehn! Da spielt es auch gar keine Rolle, dass „xTizix“ und „Ti3000“ nur für ein paar Partien hineinschnupperten. Gerade dafür ist ein solcher Wettbewerb ja gut geeignet – sich mal mit Stärkeren messen und den Wettkampf erleben. Auch „haiopei“ war wieder mit von der Partie und erneut gelang ihm ein Sieg gegen einen deutlich stärkeren Gegner (1722). Ansonsten hatte er etwas Pech mit der Auslosung, da er ausschließlich Partien gegen wesentlich höher Gewertete bekam. Kompliment daher für die Beharrlichkeit! Auch „KingJonathan“ (10 Punkte) hatte gegen mehrere erfahrene Schachspieler Erfolg und fiel zudem mit seiner Spielfreude auf (19 Partien). „Sidsimba“ (14) legte mächtig los (3/4), was in den darauffolgenden Partien ja regelmäßig zu einer starken Gegnerschaft führt. So waren die Erfolgserlebnisse zunächst seltener, aber am Ende holte er noch einmal 1,5 Punkte in scheinbar aussichtslosen Paarungen. „falke_b4“ (15) hatte seine beste Phase in der Mitte des Turniers (4/5), doch auch in der letzten Partie gelang ihm zum Beispiel als guter Abschluss noch ein Erfolg. „ThunderJr19“ (16) trug wesentlich zum Aufstieg bei, indem er die letzten beiden Partien gewann. Ohne diese Punkte hätte es nicht gereicht … Denn „wurmendspiel“ (16) hatte sich offenbar das Ziel gesetzt, in der 17. Liga zu bleiben, warf er die letzten drei Partien doch weg wie eine zu oft benutzte FP2-Maske. Immerhin hatte er zuvor doch auch ein paar Punkte gesammelt – keiner weiß wie. „Raphael_Carlsen“ spielte sich an diesem Abend fast in die „Meisterklasse“, denn seine Turnierleistung lag am Ende mit 1997 nur knapp unter der magischen Grenze von 2000. Zwischendurch schien er gar unschlagbar wie Bobby Fischer 1970/71 und erreichte 7/8. Trotz ausgezeichneter Leistung kam er an „hawaiitoast“ nicht ganz heran, denn der verlor von seinen 21 Partien überhaupt nur 4 – unglaublich.


Alle Partien sind hier zu finden: https://lichess.org/tournament/9JqmVFrB. Promozione!
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“5. Quarantäne-Liga”

Mit festem Schritt

 

 

Der wiederholte Abstieg in die fünfte Liga hatte uns zwar sehr betroffen gemacht, doch hatte er uns keineswegs gebrochen. Im Gegenteil, plötzlich legte die Mannschaft eine Trotzreaktion hin, die uns, wenn auch nicht als Meister, so doch äußerst souverän wieder in die Nähe des “Treppchens” katapultierte, indem wir hinter der “SG Böblingen Remstal Zollernalb” die Vizemeisterschaft in einer außergewöhnlichen Gruppe errangen.

 

Wie stark die Konkurrenz war, das wird spätestens dann ersichtlich, wenn man sieht, dass mit den “Hachingern” und dem “SC Bavaria Regensburg 1881 e.V.” zwei renommierte bayerische Teams den Gang in die Unterklassigkeit antreten mussten, während zeitgleich Großstadtvereinen wie dem “OSC Rheinhausen Schach” und dem “Düsseldorfer SK 1914/1925″ nur der Klassenerhalt gelang. Continue reading

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“4. Quarantäne-Liga”; fünfter Anlauf

Plötzlich ein Ronin

 

 

Fiel ein Samurai im feudalen Japan (Ende 12. bis Mitte 19. Jahrhundert) bei seinem Herren in Ungnade und wurde von diesem verstoßen oder verstarb dessen Herr sogar, da verlangte es der Ehrenkodex vom betroffenen Krieger, Seppuku (ritueller Selbstmord) zu begehen oder bis zur Wiederherstellung der Ehre ein Leben in Schande zu führen. Letzteres beinhaltete unter anderem, nicht mehr respektvoll als Samurai, sondern als Ronin bezeichnet zu werden.

 

Glücklicherweise sind wir keine Samurai, weshalb wir, abgesehen vom massenhaften Selbstmord am Brett, keinerlei das Leben beendende Handlungen vornehmen müssen, doch müssen wir definitiv etwas zur Ehrenrettung tun, um den erneuten Abstieg in die fünfte Liga, wenn auch nicht vergessen zu machen, so doch wenigstens aus dem Fokus zu rücken.

 

Dabei hatte man lange nicht erahnen können, dass sich ausgerechnet der am erfolgreichsten anmutende Anlauf auf die dritte Liga in ein Drama sondergleichen münden würde. Aber so ist das Leben, einfach unberechenbar! :( Continue reading

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17. Quarantäne-Liga am 04.04.21

Gastfreundlich, wie wir sind, begrüßten wir in unserem „Wohnzimmer“ der 17. Liga zur jüngsten Runde Schachspieler aus Italien, Österreich, Aserbaidschan und sogar Amerika. Trotz guten Starts wurde es mit dem Aufstieg auch diesmal nichts, wie sich recht bald andeutete. Aber wir durften einen „relativen“ Aufstieg feiern. Denn die Zahl der an der Quarantäne-Liga teilnehmenden Teams steigt immer weiter. Vor wenigen Wochen fingen wir in der 18. Liga an, nun gibt es bereits eine dreigleisige 20. Liga.

 

Die neu einsteigenden Teams bestehen natürlich nicht nur aus Anfängern, sondern oft sind es erfahrene Vereinsspieler, die sich nun durch die Ligen nach oben spielen. Dieser Druck von unten hat zur Folge, dass die 17. Liga allmählich immer anspruchsvoller wird. Dafür halten wir uns ganz gut, und abgeschrieben haben wir den Aufstieg natürlich keineswegs. Vielleicht bekommt diesen Effekt des zunehmenden Wettbewerbs sogar auch die erste Mannschaft zu spüren. Continue reading
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