Kreisliga III: 1. Runde; Schachfreunde Augsburg III – Rainer SC I

Auch ein Saisonstart

 

 

Unsere Dritte hatte sich im Stile eines Aschenputtels erstmals seit ihrer Gründung vor zwei Jahren von einer Vierermannschaft der Kreisklasse in einen neuformierten Achter der Kreisliga III verwandelt und durfte damit endlich gleichfalls am sportlich relevanten Spielbetrieb teilnehmen. Entsprechend groß war die Vorfreude im Verein, wobei die der beteiligten Stamm- und Ersatzspielern besonders ausgeprägt war.

 

Da traf es sich ausgesprochen gut, dass mit den Rainern gleich eine Topmannschaft in unsere “Zitadelle” hätte kommen sollen, hätte man sich so doch nicht nur mit starken Gegnern messen, viele der aufgestellten Gegner haben sich bereits in der Kreisliga I die Sporen verdient, man hätte zugleich eine gewisse Standortbestimmung erhalten können.

 

Aber wie der aufmerksame Leser bereits festgestellt haben dürfte, verfängt sich der Bericht zu sehr im Konjunktiv, was daran liegt, dass es letztlich leider zu keiner Begegnung kam. Denn der Mannschaftsführer der Rainer hatte den Kampf recht kurzfristig absagen müssen, sodass unsere Dritte nach dem ersten Spieltag die Tabellenspitze krönt, worüber angesichts der Umstände natürlich keine richtige Freude aufkommen möchte.

 

 

Diesen Kampf nun als einen bedauerlichen Betriebsunfall abzutun, wäre prinzipiell möglich gewesen, wenn er nicht einen traurigen Höhepunkt in einer langen Kette kampfloser Entscheidungen im Spielbetrieb unseres Kreisverbandes darstellen würde, weshalb wir uns alle nicht nur Gedanken darüber machen, sondern auch lösungsorientiert darüber sprechen müssen, wie man dieser Entwicklung Einhalt gebieten kann.

 

Es ist nämlich bereits die dritte Spielzeit in Folge, in der die Anzahl der kampflosen Spiele, hier in Extremform als komplette Begegnung eines Achterteams, nicht einzudämmen ist. Dass es dabei auch noch einen Verein erwischt hat, dem es bei 43 Mitgliedern nicht gelungen ist, seine einzige im Spielbetrieb befindliche Mannschaft aufzustellen, bereitet einem nicht minder Sorgen.

 

Wie gesagt, dieses Phänomen ist nicht neu, denn schon im Rahmen der Hauptversammlung 2016 des KVA hatte der damalige Spielleiter festgestellt, dass die Anzahl der kampflos entschiedenen Partien bedenklich sei und hatte eine entsprechende Diskussion angeregt – siehe Protokoll des KVA 2016. Seitdem ist jedoch leider wenig passiert.

 

Bei der nächsten JHV wird dieses Problem in zuständiger Runde zweifelsohne auf der Tagesordnung stehen, doch wird dies erst 2018 der Fall sein. Eine Gelegenheit, sich damit auseinanderzusetzen, indem man eventuell die Rahmenbedingungen im eigenen Verein ändert, um im Laufe der Saison vor solch unliebsamen Begebenheiten verschont zu bleiben, bietet sich bereits morgen – siehe Einladung zur Vereinskonferenz -, wenn in unseren Räumen über die verschiedenen erfolgreichen Gestaltungsmöglichkeiten gesprochen werden wird, um den Vereinsabend attraktiver zu gestalten. Sicher nur ein Teilaspekt, aber irgendwo muss man doch schließlich anfangen!

 

 

 

 

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