Zu Besuch bei der SG Augsburg 1873

Eine beginnende Partnerschaft

 

 

Vielerorts sieht man uns zwar nicht als einen Idealverein an, aber doch zumindest als einen, der sorgenfrei ist und entspannt in die Zukunft blicken kann. Dem ist allerdings leider nicht so, denn aufgrund unserer Mitgliederstruktur können immer weniger Projekte angepackt werden – allein für diese Saison musste sechs Schulen die Bitte um das Abhalten eines Schachunterrichts abgeschlagen werden -, muss sich doch eine überschaubare Schar an Erwachsenen um eine stetig wachsende Gruppe an Kindern und Jugendlichen im Verein kümmern.

 

Dies mag wie ein Jammern auf höchstem Niveau erscheinen, stellte bei uns jedoch ein großes Problem dar. Und da es nicht unserem Naturell entspricht, Schwierigkeiten als eine Laune des Schicksals einfach hinzunehmen, suchten und fanden wir eine Lösung, welche auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken mag, weil sie meines Wissens in der hiesigen Schachwelt nicht praktiziert wird: Ein Kooperationspartner!

 

 

Zunächst wollte sich die Suche keineswegs einfach gestalten, sollte doch der entsprechende Verein nicht nur gewisse Voraussetzungen erfüllen, sondern auch selber die Bereitschaft verspüren, eine Zusammenarbeit anzustreben und teils gravierende Veränderungen vorzunehmen. Hier kristallisierte sich mit der Zeit die “alte Dame”, sprich die SG Augsburg, als klarer Favorit heraus, weil man dort mit einer stark verjüngten Vorstandschaft um Ulla Münch die Ärmel hochgekrempelt hat, um Probleme gänzlich anderer Art zu lösen.

 

Hierfür werden wir sie mit unserem Fachwissen hinsichtlich der Jugendarbeit bzw. des -trainings und unserer blendenden Verbindungen zu den Augsburger Schulen unterstützen, werden wir doch die SG Augsburg nun ruhigen Gewissens empfehlen können, wenn es darum geht, eine Schach-AG oder ein Wahlfach “Schach” zu installieren, und im Gegenzug erhalten wir tatkräftige Hilfe, wenn es darum geht, neue Veranstaltungen zu stemmen.

 

Da man seitens der SGA bereits  in Vorleistung gegangen war, indem man einen ungemein wertvollen Beitrag zur Duchführung der Schwäbischen Schulschachmeisterschaft 2017 geleistet hatte, lag es nun an uns, unseren Teil der Abmachung zu erfüllen. Entsprechend begab ich mich an einem Montag ins Herrenbachviertel und hielt vor einer größeren Gruppe interessierter Zuhörer einen Vortrag von ca. drei Stunden, der immer wieder durch kurze Trainingseinheiten unterbrochen wurde, um die Theorie mittels Praxis besser verständlich zu machen.

 

Die Stimmung war gut, beinahe schon zu gut, sodass ein Außenstehender vielleicht den Eindruck hätte gewinnen können, dass uns der nötige Ernst fehle. Dem war allerdings keineswegs so, denn es wurde richtiggehend gearbeitet, wovon die vielen Fragen, Anregungen und die rege Beteiligung ein beredtes Zeugnis ablegten.

 

Demnächst soll ein weiterer Abend im Herrenbach folgen, wobei dann ein bestimmtes Thema erschöpfend behandelt werden wird, bevor nach weiteren Einheiten der ein oder andere Probelauf der neuen Aktivisten erfolgt. Sei es innerhalb des eigenen Vereins oder als Gäste in einer bereits bestehenden Schach-AG.

 

Wir freuen uns sehr darüber, mit der SG Augsburg einen Partner gefunden zu haben, hoffen, dass man im Herrenbach schon sehr bald von der Zusammenarbeit mit uns Schachfreunden profitieren wird und können anderen nur raten, sich bei großen Sorgen einen geeigneten Verein zu suchen und mit ihm zusammenzuarbeiten, bevor man resignierend den Dingen ihren Lauf lässt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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One Response to Zu Besuch bei der SG Augsburg 1873

  1. Wolfgang Malcher says:

    Wenn man über den Tellerrand hinausblickt, dann gibt es so manche Dinge zu erkennen die man in der eigenen Suppe gar nicht sieht! Finde es sehr gut dass ein alteingesessener und ein aufstrebender Verein sich zu einer Kooperation zusammenschließen. Am Ende kann nur das Schachspiel gewinnen! Leider haben viele aber immer noch die Vereinsbrille auf…

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