Kreisklasse A: 1. Runde; SK Kissing II – Schachfreunde Augsburg V

Nichts zu deuteln

 

 

Das letzte Wochenende fiel eindeutig unter die Rubrik “Grenzwerterfahrung”, galt es doch trotz etlicher Absagen gleich vier Mannschaften auf Punktejagd zu schicken. Dass unter solchen Umständen die angedachten Stammformationen in weite Ferne rückten, liegt in der Natur der Sache, weshalb nicht jedes Ergebnis überbewertet werden darf.

 

Darunter fällt zweifelsohne auch jenes unserer Fünften gegen die zweite Auswahl des SK Kissing, ging man doch mit reichlich Ersatzspielern bestückt bei den Paartalern mit 0:4 unter.

 

 

Eigentlich am vierten Brett vorgesehen musste sich Erich unvermittelt damit anfreunden, eine Doppelfunktion wahrzunehmen. Denn er war nicht nur Mannschaftsführer, sondern zugleich Spitzenspieler, was für ihn gänzlich ungewohnt war.

 

Ferner drängte sich angesichts dieses Umstandes die Frage auf, wer an den Brettern hinter ihm Platz nehmen sollte. Eine Frage, deren Beantwortung wenigstens nicht lange auf sich warten lassen sollte. Denn als es die Runde machte, wie groß unsere Persnalnot war, da erklärten sich David, Raphael und Tobias spontan bereit, auszuhelfen.

 

Diese vier Recken machten sich auf den Weg nach Kissing, um dort nicht nur gegen stärkste Gegnerschaft anzutreten, sondern nach Möglichkeit sogar den ein oder anderen Punkt mitzunehmen.

 

Dort angekommen erwarteten sie just jene routinierten Gegner, die in der Vergangenheit teils in der Kreisliga I so manchen Einsatz hatten und eine große Spiellaune versprühten.

 

Wie groß diese letztlich war, das sollte unserer Vierer schmerzlich erfahren, denn anschließend wurde ersichtlich, warum die Kissinger als Topteam der Kreisklasse A angesehen werden.

 

 

Chronologie einer Lehrstunde:

 

Ganz nach der Empfehlung aus “Schach für Tiger” ging David auf seinen Gegner los, was letzterem offensichtlich derart gut gefiel, dass er voll darauf einging und den Kampf mit offenem Visier nicht scheute.

 

Allerdings sollte sich herausstellen, dass unser Nachwuchsspieler noch nicht über die nötige Übersicht verfügt. Denn als es in einem taktischen Handgemenge äußerst unübersichtlich zuging, da behielt nur der Routinier den Überblick, nahm zunächst eine Leichtfigur und anschließend den vollen Zähler mit – 1:0 aus der Sicht der Kissinger.

 

Keinen Deut besser erging es Raphael, wenngleich es ihm zwischenzeitlich gelungen war, mit Schwarz die Stellung im Gleichgewicht zu halten. Doch als er eine Springergabel übersah, die ihn nicht weniger als einen ganzen Turm kostete, da war der Kampf gelaufen und der Rest der Partie fällt unter die Rubrik “Den-Zeitpunkt-zur-Aufgabe-verpasst” – 2:0 aus der Sicht der Hausherren.

 

Verblieben damit noch unsere Weißbretter, namentlich Erich und Tobias. Letzterer hatte sich im Laufe der Begegnung seinem Kontrahenten als mindestens ebenbürtig erwiesen, was den Routinier dazu veranlasste, ein Friedensangebot zu unterbreiten.

 

Doch angesichts seiner leicht besseren Stellung und des Rückstandes lehnte Tobias tapfer ab, mühte sich redlich, des Gegners Verteidigung zu brechen, übersah einen taktischen Witz und musste schließlich die Waffen strecken. Damit war nicht nur Tobiasens Niederlage besiegelt, sondern auch jene der Mannschaft – 3:0 aus der Sicht der Paartaler.

 

Mit der Gewissheit der Niederlage sammelte Erich alle noch verbliebenen Kräfte, jene auf dem Brett und die körperlichen, und wollte mit einem finalen Angriff trotz Minusqualität wenigstens für den Ehrenpunkt sorgen. Allerdings verteidigte sich der Kissinger geschickt, hielt seinen Laden nahezu perfekt zusammen und setzte bei erster Gelegenheit zum Gegenstoß an.

 

Dieser hatte eine derartige Wucht, dass nicht nur Erichs Angriff in sich zusammenbrach, auch an eine sinnvolle Verteidigung war nicht mehr zu denken. In letzter Konsequenz strich der Kapitän die Segel und stellte damit den Endstand her – 4:0 für die Favoriten.

 

 

Fazit:

 

Zweifelsohne ist die Niederlage, vor allem in dieser Höhe, schmerzhaft, aber in Anbetracht der Umstände war vermutlich an jenem Samstag schlichtweg nicht viel mehr drin gewesen.

 

Das wird ganz sicher nicht so bleiben, denn bis zum 11. Januar, wenn es heißt, gegen die SG Augsburg V anzutreten, werden wir nicht nur so manche Variante angeschaut haben, sondern auch personell anders aufgestellt sein. :)

 

Alle statistischen Informationen können wie gewohnt dem Ligamanager entnommen werden. Viel Spaß dabei. :)

 

 

 

 

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