Kreisliga III: 6. Runde; Schachfreunde Augsburg IV – SK Kriegshaber V

Die verschwundene Legion

 

 

Als im Jahre 115 n. Ch. die Legio IX Hispaniensis ins nördliche Britannien entsandt wurde, um dort für Ruhe und Ordnung zu sorgen, da ahnte niemand, dass sich alsbald Legenden um deren Verschwinden ranken würden. Nun, die von der ehedem herrschenden Meinung der Historiker, dass die besagte Legion in langanhaltenden Kämpfen aufgerieben worden sei, gilt mittlerweile als widerlegt, vielmehr dürfte eine Umstrukturierung für das Verschwinden verantwortlich gewesen sein, doch bietet diese Geschichte eine erstaunliche Parallele zu unserer Vierten.

 

Noch in der vergangenen Saison hatte unser Achter in der Kreisliga III geglänzt, hatte sich den Aufstieg gesichert und hatte nur aufgrund der Probleme der Dritten nicht weitere Großtaten in der nächsthöheren Liga folgen lassen können. In dieser Spielzeit wollte man mit neuem Elan den Weg in die Kreisliga II beschreiten, hatte aber von Anfang an größte Schwierigkeiten, überhaupt die Sollstärke zu erreichen, geschweige denn nach Ruhm zu gieren.

 

Einen unrühmlichen Tiefpunkt stellte der sechste Spieltag dar, den man nicht nur wiederholt stark ersatzgeschwächt, vielmehr zum nunmehr dritten Mal mit nur sechs Spielern bestreiten musste. Dass es unter diesen Umständen selbst gegen die fünfte Auswahl des SK Kriegshaber eine Niederlage setzte, verwundert wahrlich nicht.

 

 

Wie groß die Krise unserer Vierten ist, das unterstreicht schon allein der Umstand, dass selbst einige Wochen seit dem Ereignis keine Informationen seitens der Mannschaft über den besagten Wettkampf vorliegen, weshalb an dieser Stelle traurigerweise auf den Bericht der Gäste hingewiesen werden muss.

 

Zweifelsfrei gilt es in der nächsten Saison hier viele Dinge besser zu machen, was neben der Organisation vor allem die sportliche Perspektive beinhaltet. Erst wenn beides wieder das gewohnte Niveau erreicht, wird dieses Team wieder bessere Tage sehen. Nun heißt es jedoch, die Köpfe nicht gar zu tief hängen zu lassen, den letzten Kampf vollzählig und erfolgreich zu gestalten und damit für einen versöhnlichen Abschluss zu sorgen.

 

Und zum Trost, sofern ein solcher in dieser überhaupt möglich ist, dass anscheinend nahezu all unsere Mannschaften mehr oder minder mit größten Schwierigkeiten zu kämpfen haben. So scheint uns das “verflixte siebente Jahr” in der achten Saison doch noch erwischt zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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