Rosenmontagsblitzturniere der SG Augsburg 1873

Schön war`s!

 

 

Erfreulicherweise scheint sich in unseren Gefilden eine Veranstaltung zu etablieren, die mit etwas Glück den Status eines Traditionsturniers erreichen könnte. Die Rede ist vom Rosenmontagsblitzturnier der SG Augsburg 1873, welches nunmehr zum zweiten Mal in Folge durchgeführt wurde.

 

Das Konzept ist genial einfach, indem man Jung und Alt die Gelegenheit bietet, dem beliebten Blitzschach zu frönen und sich dabei zwischendurch immer wieder mit einem Krapfen zu stärken, und daher einfach genial! :)


 

 

Als uns zum wiederholten Mal die Einladung unserer Freunde aus dem Herrenbach ereilte, mit einem Teil unserer eher unerfahrenen Kindern und Jugendlichen die Rolle willkommener Gäste wahrzunehmen, da war die Begeisterung groß.

 

Entsprechend schnell fanden sich mit Daniel, Denny, Eduard, Iuliana, KarolinaLeonas, Luis, Maxim (Fast) und Philipp gleich neun Streiter, deren Zahl nur deshalb nicht weiter hatte anwachsen dürfen, weil die Besetzung des Feldes in etwa ausgeglichen sein sollte.

 

Und als hätten wir es alle vorneweg so geplant, stellte sich nach der Anmeldung heraus, dass beide Vereine exakt zur Hälfte vertreten waren.

 

Nun galt es in entspannter Atmosphäre herauszufinden, ob man sich auch qualitativ auf Augenhöhe befand, weshalb vom ersten Zug an geblitzt wurde, was das Zeug hielt. Selbstredend wurde nach jeder Partie die Gelegenheit genutzt, mit den Trainern zu fachsimpeln bzw. am “Krapfentisch” vorbeizugehen, wobei es durchaus hatte sein können, dass unvermittelt ein Gebäckstück vermisst wurde.

 

Leonas und Philipp hatten einen besonders guten Tag erwischt und dominierten von Anfang an das Geschehen, führten mit je 3/3 das Feld an und dachten wohl deshalb, dass sie sich im direkten Aufeinandertreffen mit einem Remis etwas schonen konnten.

 

Dieses Kräfte schonende, aber den Krapfen schadende Verhalten wäre für Leonas um ein Haar nach hinten losgegangen, denn nach einer Niederlage in der Runde darauf gegen seinen Vereinskameraden Luis schien einer der ausgelobten Pokale in weite Ferne gerückt.

 

Zum Glück für unseren angehenden Meisterspieler spielte er in der Schlussrunde wieder konzentriert und gewann, während die gesamte Konkurrenz Federn lassen musste, was Leonas den zweiten Platz hinter Philipp und seinen ersten “Pott” bescherte.

 

Überhaupt schlug sich unser Nachwuchs blendend, wurden doch nicht weniger als sieben der ersten zehn Plätze von ihm besetzt. Besonders stark präsentierte sich auch Eduard, dessen 2/6 und der 13. Platz in einem gänzlich anderen Licht erscheinen, wenn man berücksichtigt, dass er erst seit knapp drei Monaten im Verein ist und eigentlich noch nicht gelernt hat, wie man Matt setzen soll.

Nur bei Denny hatte es an jenem Tag überhaupt nicht laufen wollen, was ihn doch arg betrübte. Aber solche Tage gibt es erfahrungsgemäß immer wieder und wenn er in 38 Jahren in mein Alter gekommen sein wird, dann wird er so manch anderes Turnier bestritten haben, das fernab von seinen Wünschen verlaufen war.

 

Spätestens bei der Siegerehrung herrschte wieder eitel Sonnenschein und alle waren sich einig, dass sie im nächsten Jahr wiederkommen möchten, sofern sie erneut eine Einladung erhalten sollten. Denn bei aller Liebe zu diesem netten Turnier und den Krapfen, der Geschmack des sportlichen Erfolges ist wesentlich süßer.

 

Zum im Anschluss stattfindenden Turnier vermochten wir ausnahmsweise keinen Vertreter zu entsenden, was vielleicht auch nicht weiter schlimm ist, schien doch der Turniersieger N. Krug (SK Mering) derart blendend aufgelegt zu sein, dass jeder von uns Schachfreunden Schwierigkeiten gehabt hätte, ihn zu stoppen.

 

Fazit:

 

Ein rundum gelungenes Turnier, das konzeptionell einen Nachahmer finden sollte. In welcher Form und wann, das muss noch unsere “Kreativabteilung” ausbaldowern. Auf jeden Fall war es eine Freude für Jung und Alt.

 

Einen Bericht des Veranstalters mit den entsprechenden Tabellen findet man auf der Homepage der SG Augsburg 1873, wo es auch viele Photos zu sehen gibt. Viel Spaß.

 

 

 

 

 

 

 

 

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