U20-Bayernliga: 1. und 2. Runde

Ein klares Statement

 

 

Quasi einen Monat nach unserem Erfolg bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften 2020, galt es für die „U20er“ zu beweisen, dass wir nicht bloß auf deutscher, sondern auch auf bayerischer Ebene als Meister betitelt werden dürfen. Die ersten beiden Einzelrunden fanden am 24./25.07 statt und das Ergebnis kann sich, aus Augsburger Sicht, durchaus sehen lassen.

 

 

Augsburg – Gräfelfing


Die Partien fingen gerade erst so richtig an und schon gab es beim Blick auf die Nachbarbretter einen erfreulichen Anblick. Robert konnte mit den schwarzen Figuren früh eine Mehrfigur gewinnen und wickelte problemlos in einen frühen Sieg ab. Bis zum nächsten Ergebnis sollte noch etwas Zeit vergehen, doch ein genauer Blick auf die Bretter ließ keinen Grund zur Sorge übrig.

 

Der nächste Sieg ging an Uli der früh Chaos auf dem Brett hatte, sich jedoch wie gewohnt nicht von taktischen Berechnungen abschrecken ließ und noch vor der Zeitkontrolle Matt setzte. Meine Wenigkeit (Eli) durfte sich als nächstes freuen, nachdem mein Gegner von meinen Bauern förmlich überrollt wurde und sich gezwungen sah, eine Figur für zwei Bauern herzugeben, wonach es nicht mehr lange bis zum Sieg dauerte. Auch Arthurs Bauernstruktur schien seinen Gegner schachlich so zu bedrücken, dass dieser sich gezwungen sah, die Qualität für einen Springen herzugeben. Der Sieg folgte bald darauf.

 

Es fehlten also nur noch Siege von Zarko und Jakob/Yakiv und das Ergebnis wäre perfekt. Yakiv kam souverän und mit klarem Vorteil aus der Eröffnung, wusste diesen jedoch nicht zu verwerten und musste sich mit einem Remis begnügen. Das perfekte Ergebnis war nun zwar nicht mehr möglich, doch Zarko bemühte sich dennoch, wie gewohnt, in einem ausgeglichenem Endspiel um einen Sieg, wobei sein Gegner mit einem unglücklichen Figuren-Einsteller im 38. Zug mithalf dies in die Tat umzusetzen. Der erste Spieltag in der Bayernliga ging somit, mit einem Traum-Auftakt von 5 ½ – ½ für uns, vorüber.

 

 

Fürth – Augsburg


Nicht weniger (aber auch nicht mehr) souverän sollte es am Folgetag weitergehen. Mein Gegner „opferte“ bereits im 6. Zug einen Bauern und einen Läufer, um taktisch meinen Turm und einen Bauern zu gewinnen, musste jedoch feststellen, dass ich seine Dame auf h8 fangen würde, wenn er nicht noch zusätzlich einen Springer opfert. Der Sieg folgte kurz darauf. Etwas unklarer sah es auf den anderen Brettern aus.

 

Uli hatte für recht fragwürdige Kompensation einen Bauern „geopfert“ (man munkelt es wäre einzügig eingestellt). Zarko hatte zwar früh einen klaren Vorteil, verspielte diesen jedoch leider und sah sich plötzlich selbst in der Rolle des Verteidigers. Yakiv hatte zwar eine überzeugende Angriffsposition aufgebaut, fand jedoch nicht den richtigen Plan um Matt zu setzen und fand sich bald in einer ausgeglichenen Stellung wieder. Arthur mied diese Runde regelrecht den Kampf und schloss mit seinen acht Bauern die Stellung so, dass ohne auch nur eine einzige Figur abgetauscht zu haben, ein anderes Ergebnis als Remis gar nicht mehr möglich war.

 

Bald darauf hatte Uli es irgendwie geschafft sein „Bauernopfer“ geltend zu machen und gewann die Partie. Zarkos Gegner konnte zwar erleichtert sein, nicht länger verloren zu stehen, jedoch schien er von seinem Glück ein bisschen zu übermütig geworden zu sein und opferte seinen Turm für einen Bauern um scheinbar Matt zu setzen, übersah jedoch, dass er nicht genügend Zeit für seine Idee hatte und Zarko nun ein Matt in fünf hatte, welches unser „Chef“ natürlich auf fand.

 

Roberts Partie war lange unklar, jedoch fand sein Fürther Gegner wiederholt nicht die entscheidende Idee zum Ausgleich und wickelte in ein, für ihn schlechtes Endspiel ab, welches Robert problemlos in einen Sieg abwickelte. Somit fehlte nur noch Yakiv.

 

Nachdem er, wie am Vortag, eine gewonnene Stellung leider nicht in einen Sieg abwickeln konnte, befand er sich nun in einem Springer-Endspiel, welches bei richtiger Fortsetzung Remis ausgegangen wäre. Glücklicherweise entfernte sich der gegnerische König zu weit von seinen Bauern, woraufhin Yakiv trotz allem mit einem Sieg die Partie verlassen durfte. Somit war auch dieser Tag, mit einem Traumergebnis von 5 ½ – ½ ein toller Erfolg für die Mannschaft.

 

 

Fazit:

Da wir in 12 Partien nur einen Punkt abgaben, haben wir reichlich Grund, am 18.09.2021 optimistisch in die Doppelrunde in unseren eigenen vier Wänden, was gleichzeitig das „Finale“ der Bayernliga ist, zu gehen. Jedoch werden uns mit Regensburg und Ergolding zwei sicher nicht zu unterschätzende Mannschaften gegenüberstehen, weshalb es trotz klarer Tabellenführung bis zum Ende durchaus interessant bleiben dürfte.

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