49. Kriegshaber Jahresblitz

Da geht noch was

 

 

Zum alljährlichen Jahresblitz in Kriegshaber trat die gesamte männliche Reihe der Familie Vuckovic, namentlich Alex, Zarko und Robert, und zusätzlich Ich im Zollhaus auf, mit dem Ziel, manche hatten wohl höhere Chancen als andere, sich für das „Drei-Königs-Blitz-Turnier“ zu qualifizieren. Doch das Ergebnis ist wohl für niemanden aus dieser Truppe besonders berauschend gewesen, weshalb man sich für die 2 kommenden Turniere aus dieser Reihe noch mehr anzustrengen vermochte, doch dazu folgen noch 2 Berichte 😉

 

 

 

Im gesamten wurde das Turnier bei 38/37 Teilnehmer – Im Laufe des Turniers gab es einen Rückzieher – mit 15 Runden gespielt, was zur Folge hat, dass man wohl unmöglich über jede einzelne aller 60 Partien berichten kann, jedoch ein paar Highlights genannt werden können:

 

Unsere einsame Spitze des Vereines Alex hatte an diesem Tag wohl eher einen schlechten, denn abgesehen davon, dass er „nur“ ca. 2/3 aller Punkte holte, in einigen Partien geriet er in Zeitnot, was ein komplett sauberes Spiel gegen Schluss sehr erschwerte, so auch bei seiner Partie gegen Armin Wolf, in der er in einem Endspiel mit 2 Mehrbauern einen unmöglichen Zug machte, oder gegen den letztendlichen Sieger der Turniers Boris Grimberg in einer leicht vorteilhaften Stellung so sehr in Zeitnot geriet, dass er mit seiner Dame hin und her zog, sodass er nicht auf Zeit, sondern auf Stellung verlor, denn die Felder für die Dame waren leider nicht immer die optimalen, sodass mit einem Mal bei einer ohnehin schon bestehenden Minusqualität 2 Bauern hergegeben wurden, dass unser „Titan“ keinen Sinn mehr sah und aufgab. Die letzte hervorzuhebende Partie ist eine, in der Alex´s König freiwillig in die Ecke gegangen ist, und eine sogar bessere Stellung erreichte, doch obwohl beide der Spieler sehr wenig Zeit auf der Uhr hatten fand sein Gegner ein wunderschönes, mehrzügiges, ersticktes Matt, woraufhin Alex diesem nur Bewunderung aussprechen konnte.

 

Zarko hingegen hatte eine einerseits schönere, allerdings auch niedrigere Bilanz gegen seine Gegner. So hatte er bis auf ein Remis alle Spiele gegen die Gegner gewonnen, die in der Endrangliste hinter ihn gelandet waren, jedoch gegen die „andere Seite“ nur einen Sieg aus sechs Partien vermerken konnte. Dieser Sieg war gegen seinen ehemaligen Vereinskameraden Vadim, dem letztjährigen AWO-Gewinner, wo Zarko in einer relativ ausgeglichenen Stellung plötzlich seine Zeitnot bemerkte und dort schnelle Züge machte und dort so viel Druck im Endspiel auszuüben vermochte, dass auch sein Gegner in eine Zeitnot geriet, was Zarko, der offensichtlich einen besseren Plan hatte, ausnutze, einen Bauern gewinnen und diese Partie für sich entscheiden konnte. Allerdings hatte Zarko gegen die Gegner vor ihm in jeder Partie entweder etwas eingestellt, oder einen Zug gespielt, welcher großen Nachteil verschafft, sodass man beim Sieg gegen Vadim v on einer Ausnahme sprechen kann 😉

 

Robert hatte am selben Tag wohl eine „Turmeinstell-mentalität“, sodass er laut eigenen Aussagen gleich in 3 Partien seinen Turm einzügig eingestellt hatte. Bei seinem ersten Mal ging das ganze offensichtlich schief, da der Gegner das souverän nachhause holte, bei seinem zweiten Mal – gegen mich – hatte er sogar zwei verbundene Freibauern im Gegenzug, doch da noch beide Damen auf dem Brett waren und diese dann getauscht werden konnten, wurde auch das verloren, in der dritten „Turmeinstellerpartie“ jedoch konnte er sogar noch gewinnen, einfach weil der Gegner ebenso ein paar Züge weniger seinen Turm ohne weiteres hergab. Allerdings konnte Robert auch in einer nahezu fehlerfrei gespielten Partie ein Remis erspielen, wobei diese Partie tatsächlich, aus meiner Sicht, eine der schönsten des Abends war.

 

Der einzige „Nicht-Vuckovic“, der die SF Augsburg an dem Abend vertreten hatte, war ich, und einerseits wars am Anfang gleich mit 0/3 ein schwieriger Start, doch war das eher ein Ansporn mich in den nächsten Runden gar mehr anzustrengen, was, für meine Verhältnisse erstaunlich, mir direkt 3.5/5 einbrachte. Doch auf diesen Erfolg ausruhend spielte ich relativ oberflächlich, weswegen ich auch bei vorhandenem Potential nur noch 2/7 holte, jedoch gab es sogar ein sehr schönes Highlight, nämlich eine Weißpartie gegen Skandinavisch, in der der Gegner, wohl nicht meinen Plan verstand, wodurch sich eine sehr druckvolle Position für mich für mich entwickelte, in der ich erst Qualität, und mit weiterhin starkem Angriff aus der Qualität ein ganzer Turm mehr entwickelte. Nach einer regelrechten Abtauschorgie, mit der ins Endspiel abgewickelt wurde, wurde diese Partie letztendlich auch gewonnen.

 

Abgesehen von dem wohl schlechten Tag für alle Schachfreunde gab es doch zumindest einen Trostpreis, nämlich den Jugendpreis in höhe von 10€ für Zarko, aber während des kleinen Spaziergangs nach dem Turnier waren doch alle sehr unzufrieden mit deren Leistungen, doch wie in folgenden Berichten noch ergänzt wird, sollte das auch wirklich nur ein schlechter Tag gewesen sein. Alle Einzelheiten und die Endtabelle findet ihr hier 🙂


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