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Das Wochenende 7./8. Mai, ja, ich bin wieder einmal sehr spät dran, hielt eine Fülle an Terminen und Veranstaltungen für uns bereit, was mit dem „Augsburg Open“ begann und mit dem Wettkampf in der Regionalliga gegen den SC Haar – Bericht ist bereits veröffentlicht – endete.
Leider liegt es in der Natur der Sache, dass angesichts derart vieler Verpflichtungen nicht alles optimal über die Bühne lief, allerdings darf jetzt schon verraten werden, dass die Glanzlichter deutlich überwogen! 🙂
Am besagten Samstag öffneten wir im Rahmen einer Veranstaltung der Stadt Augsburg, die interessierten Bürgern die hiesigen Institutionen und Vereine näherbringen wollte, unsere Tore und empfingen einige Gäste. Deren Anzahl war mit Ben, Gisela, Tobias und Vincenzo zwar recht überschaubar, was aber dem Ganzen erstaunlicherweise keineswegs abträglich war.
Nach einer kurzen Vorstellung und einem nicht minder knapp gehalteten Abriss über unsere Vereinsgeschichte widmete man sich sogleich der „Seele des Schachs“, nämlich dem Bauer.
Was auf den ersten Blick banal klingt, erregte bei den Teilnehmern schnell großes Interesse, denn die verschiedenen Bauerntypen gepaart mit den entsprechenden Aufgaben bzw. Übungen stellten eine große Herausforderung dar. Wie groß, das erwies sich im Simultan gegen den Autor dieser Zeilen, als die Teilnehmer in einer für sie forciert gewonnenen Stellung einen Bauern zuerst umwandeln sollten.
Mehrere Anläufe wurden versucht, wobei natürlich immer wieder etwas Neues ausprobiert wurde, nur um letztlich festzustellen, dass der Erfolg einem nicht einfach in den Schoß fallen wollte.
Anschließend wurden die unterschiedlichen Lösungsansätze besprochen, die Musterlösung gezeigt und man richtete das Augenmerk auf allgemeine Überlegungen des Sinns und Zwecks einer Eröffnung bzw. Verteidigung. Das fing natürlich mit dem Besetzen des Zentrums an, ging über das Bestreben, eine Bauernmehrheit auf den Zentrumslinien zu erlangen, weiter und mündete im Anreißen der Pläne in gängigen Eröffnungen.
Selbstredend wäre das zu theoretisch gewesen, weshalb ein kleines Turnier veranstaltet wurde, wo nicht der persönliche Erfolg, sondern vielmehr das Vertiefen des Erlernten im Vordergrund stand. Daher gab es auch gelegentlich einen freundlichen Tipp seitens des Gegners, um den Gegenspieler, welcher hier wohl eher ein Mitspieler war, auf den richtigen Pfad zu führen.
So verflog die Zeit und die Teilnehmer wunderten sich nicht schlecht, als es nach drei Stunden plötzlich hieß, Abschied zu nehmen. Diesem sollte jedoch für manchen Teilnehmer alsbald ein Wiedersehen am darauffolgenden Trainingsabend folgen, denn Ben und Vincenzo erschienen zum Grundlagentraining und sind seitdem regelmäßige Besucher. Und wer weiß, vielleicht schon bald mehr als das, nämlich zwei weitere Schachfreunde!?!? 🙂
Fazit:
Ein schönes Angebot der Stadt Augsburg, an welchem wir künftig öfter teilnehmen werden. Und falls die Quote derer, die nach dem „Augsburg Open“ den Weg zum Trainingsbetrieb finden , weiterhin derart hoch bleibt, dann bliebe zu hoffen, dass wir beim nächsten Mal gleich 50 Teilnehmer begrüßen werden dürfen. 😉
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