Bad in der Menge

Sommerfest 2023 der Schachfreunde Augsburg

Der Drei-Auen-Platz hat sich seit einiger Zeit in eine Großbaustelle verwandelt und scheint künftig ein Freibad werden zu sollen. Entsprechend war an diesem heißen Samstag auch der Andrang beim Sommerfest der Schachfreunde, wiewohl das Wasser bislang noch nicht eingelassen worden ist. Aber unser Spiellokal und die mittlerweile schon juvenilen Platanen im Tiefhof boten auch genügend Abkühlung. Viele der deutlich über 30 Besucher/-innen mochten sich jedoch gar nicht aus der Sonne entfernen und vergnügten sich zusammen mit den verschiedensten sportlich-spielerischen und kulinarischen Aktivitäten.

Gegen 13 Uhr bauten wir drei Grills auf, drinnen sammelten sich Salate und Kuchen und Marianne hatte für eine stimmungsvolle Blumendeko gesorgt. Während die ersten Steaks unter Gulyas fleißiger Hand bräunten, wurde an der Tischtennisplatte ambitionierter Sport getrieben und der Vorsitzende begann dabei schon früh mit dem angekündigten Tanzen, als das er die nötige Beinarbeit interpretierte (das Singen kam später dran, allerdings zu Unrecht im stillen Kämmerlein, sodass nur wenig Publikum in den Genuss kam).

Auf den Grills hatte mittlerweile auch Grillbrot Platz gefunden, als Stefan den Hand-and-Brain-Pokal 2023 der Schachfreunde eröffnete. Bei dieser Spielart treten bekanntlich Zweierteams an, wobei ein Teammitglied bei jedem Zug die Figurenart ansagt, die gezogen werden muss (zum Beispiel Läufer), und das andere einen Zug seiner Wahl mit dieser Figurenart ausführt. 22 Spieler/-innen nahmen teil, sortiert in zwei Gruppen – eine mit den etwas Stärkeren und die andere mit den umso Steigerungsfähigeren –, und jedem Team wurde aus Gruppe A und B jeweils jemand zugelost. Dadurch vereinten alle elf Teams annähernd gleiche schachliche Qualitäten auf sich. Gespielt wurde Blitz (5 Minuten plus 3 Sekunden Inkrement), bei der einzigen nötigen Entscheidungspartie nach einem Remis verdonnerte Stefan die vier Spieler zu 2 + 1 – keine geringe Herausforderung bei Hand and Brain.

Sechs Teams gingen in die Vorrunde. Hier mussten sich entsprechend schon drei Paare verabschieden und es zeigte sich, dass es nicht nur auf schachliche Qualität, sondern auch auf das Verständnis innerhalb eines Teams ankam. So setzten sich jedenfalls in zwei Vorrundenbegegnungen Paare durch, die sich schon etwas länger kannten, wohingegen Maxim / Leonhard und Samuel / Lia Marie (im Geschwisterkampf gegen Vincent / Juliana) vielleicht zwei, drei Partien zum Kennenlernen mehr gebraucht hätten. Auch für Stefan und Emil war schon Schluss, aber das Paar war spielfreudig und setzte sich als eines der wenigen später noch einmal für eine Freundschaftspartie gegen ein anderes Team ans Brett.

Das Viertelfinale des Hand-and-Brain-Turniers

Wie schon in der Vorrunde gab es auch im Viertelfinale (hier kamen dann einige Hochkaräter wie Vadim oder Alex V. erstmals zum Zug – diese beiden trafen mit ihren Teams sogleich auch aufeinander) ausschließlich Schwarzsiege. Für Alex V. und Sandra, die am Ende vergeblich alles versucht hatte, ihren Teamkameraden zu beflügeln, sowie Robert und Alex R. sen. war das Turnier an dieser Stelle auch schon nach der ersten Begegnung vorbei. Alex R. jun. / Antonia und Vincent / Juliana hatten beim Ausscheiden zumindest eine ausgeglichene Bilanz (+1 / =0 / -1).

So war jede Familie im Halbfinale nur noch mit höchstens einem Mitglied vertreten. Žarko und Alex D. mussten sich nach anfänglichem Remis durch einen Patzer des zuletzt Genannten erst im Endspiel der Entscheidungspartie gegen Uli und Raphael beugen. Die andere Partie hatten einen sehr niedrigen Altersdurchschnitt und Vadim / Junchi verloren nach hartem Kampf gegen Quang und Leo. Im Finale setzte sich dann Team München mit Uli und Raphael gegen Team Nürnberg (Quang / Leo) durch. Das war ein sehr spaßiges und dennoch hochkonzentriert gespieltes Turnier, das im Verein sicher Zukunft hat.

Bei der Siegerehrung zum Hand-and-Brain-Turnier ehrte Alex R. sen. auch die Sieger/-innen der Jugendvereinsmeisterschaft, die am Tag zuvor zu Ende gegangen war (Barbara hatte vor Junchi und Vincent K. gewonnen, wobei alle 3,5 Punkte erreicht hatten).

Paarungsbaum des Hand-and-Brain-Pokals

Der Nachmittag und der frühe Abend gingen weiter mit Fußball und Boule, mit Brettspielen wie „Andor“ und „The Duke“, und auch Treppenblitz durfte natürlich nicht fehlen. So endete ein wunderbares Sommerfest nach einer Saison, die unter anderem dank dem überzeugenden Aufstieg der Ersten und Zweiten, während alle anderen Mannschaften zumindest die Klasse halten konnten, wieder sehr erfolgreich war.


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