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Schachfreunde IV werfen Kriegshaber I aus dem Schwäbischen Mannschaftspokal

Die erste Runde des Schwäbischen Mannschaftspokals hatte den Zweck der Selektion: Für einen Pokalwettkampf im K.-o.-Modus braucht man als Teilnehmerzahl eine Potenz von 2. Da es mehr als acht Anmeldungen gab, aber keine sechzehn, fanden erst mal nur drei Begegnungen zwischen Viererteams statt.

Eine Besonderheit im Pokal ist, dass man vor dem Treffen keine Ahnung hat, wer beim Gegner antreten wird. Das Los führte unsere vierte Mannschaft nach Kriegshaber. Der SKK hatte nur eine Mannschaft gemeldet. Das hieß, dass von der Oberliga bis zur Kreisliga 3 mit allen möglichen Spielern zu rechnen war.

Dass wir gleich vier Mannschaften entsandt haben, spricht für die Spielfreude im Verein. Für die einzige gemeldete Mannschaft des SKK traten letztlich Denys Filin (Brett 1), Maximilian Kling (Brett 2) (beide Schwabenliga 1), Thomas Reschka (Brett 4, Schwabenliga 2) und Dr. Detlev Keymling (Brett 3, Kreisliga 2) an. Wir hatten als vierte Mannschaft einen Teil unserer U20 ins Rennen geschickt, von Brett 1 bis 4 waren das Vincent, Raphael, Alex R. jun. und Michael St. Von den Wertungszahlen her war das eine recht ausgeglichene Paarung.

Raphael hat ein paar Beobachtungen gemacht:

Vincent stand offenbar im Mittelspiel relativ ausgeglichen und kam dann in ein Springer-Dame-Endspiel. Da opferte er seinen Springer, um einen Freibauern zu bekommen. Nach dem Damentausch war das nur noch Formsache.

Raphael selbst hatte an Brett 2 mit Weiß auch ein bessere Stellung, stellte dann aber einen Bauern ein. Der Gegner hatte zudem noch Druck auf Raphaels d-Bauern, den dieser dann nicht mehr halten konnte, sodass er aufgeben musste.

Alex stand auch lange besser, aber kam dann in eine Stellung, wo scheinbar nicht mehr viel möglich war. Alex hielt sich jedoch an den Titel von Magnus Carlsens neuestem Buch („Grind like a Grandmaster“) und an den Stil seines Dads, wartete geduldig, suchte nach kleinen Vorteilen. Der Gegner spielte auf Dauer nicht fehlerfrei und Alex gewann noch – es sollte der entscheidende Punkt sein.

Denn Michi hatte an Brett 4 lange Druck, aber konnte es nicht in einen Sieg umwandeln.

Das Viertelfinale des Pokals findet am 3. März in unserer Zitadelle statt, mit gleich vier Mannschaften von uns, aber keiner weiteren aus Augsburg. Schade, dass dieser interessante Wettbewerb von den übrigen Augsburger Vereinen so wenig angenommen wird. Schließlich kann man ja in den bundesweiten Pokal vorstoßen und dann mit Losglück auf eine Bundesligatruppe treffen, so wie es unserer Ersten vor kurzer Zeit gelang (sie verlor recht knapp gegen Viernheim).


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