Wenn Jugend auf Erfahrung trifft
Unlängst fand der traditionelle Vergleichskampf zwischen dem Team der Stadtsparkasse und der Schachgruppe des Gymnasiums bei St. Stephan, wo mittlerweile einige unserer alten Hasen die Schulbank drücken, an sechs Brettern statt. Auch wenn man uns wie stets mit großer Gastfreundschaft im Kasino empfangen hatte, so war doch spätestens nach Bekanntgabe der Aufstellungen klar, dass dem Nachwuchs (Zarko, Noa, Erik, Benedikt, Johannes und Konstantin) ein heißer Tanz erwartete, schienen doch unsere netten Gastgeber fest entschlossen, die Niederlage aus der letzten Begegnung vergessen machen zu wollen.Während wir, die anstehende Schulschachmeisterschaft vor Augen, gänzlich auf die Teilnahme von Lehrkräften verzichtet hatten, schließlich sollten meine Schützlinge den letzten Schliff erhalten, brachten unsere Gastgeber noch den einen oder anderen Routinier ans Brett, der beim letzten Mal noch verhindert gewesen war. Wer nun erwartet hatte, dass der Kampf einseitig verlaufen könnte, der wurde eines Besseren belehrt, denn was man in den jeweils zwei Schnellschachpartien zu sehen bekam, das war äußerst unterhaltsam und interessant!
Denn im ersten Durchgang gingen die Schüler vollkommen unbeschwert und mit großem Selbstvertrauen ans Werk, erarbeiteten sich etliche aussichtsreiche Stellungen und boten berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass sie obsiegen könnten. Doch die Routiniers hielten Stand und mit fortwährender Dauer der Partien kippte doch die eine oder andere Stellung, sodass lediglich Noa und Erik, dem ein besonders schöner Sieg gelang, volle Zähler einfuhren, während sich alle anderen geschlagen geben mussten – 2:4.
Doch erfreulicherweise schien der erfolglos verlaufene erste Durchgang dem Selbstvertrauen der Jugend nichts anhaben zu können, denn auch in der jeweils zweiten Partie gab man zu verstehen, dass jeder, aber auch wirklich jeder, einen volen Zähler für St. Stephan zu holen gedachte. Und so kam es, dass wieder hervorragende Stellungen erreicht wurden und ein hoher Sieg schien zum Greifen nahe. Allerdings fielen die Routiniers wieder nicht um und es kam wie es kommen musste, nämlich dass die Partien in vielen Zeitnotschlachten entschieden werden mussten. Auch wenn Zarko während dieser von einem Fehler seines Gegners profitierte, so erwies sich die Zeitknappheit letztlich als verheerend für die jungen Stephaner, sodass letztlich eine 2,5:3,5-Niederlage verbucht werden musste.
Ungeachtet der Gesamtniederlage präsentierte sich die Schultruppe in einer blendenden Form und man darf gespannt sein, wie sie sich auf der Bayerischen schlagen wird. Unseren sympathischen Gastgebern gratuliere ich an dieser herzlich zum Sieg und bitte um Nachsicht, wenn wir es Euch nächstes Jahr noch schwerer machen sollten! 🙂
Einzelergebnisse:
Brett 1: Stiegel Georg – Vuckovic Zarko 1:0; 0:1
Brett 2: Schink Bernhard – Niemann Noa 0:1; 1:0
Brett 3: Bucher Siegfried – Weisheit Erik 0:1; 0:1
Brett 4: König Heinrich – Mayr Benedikt 1:0; 1:0
Brett 5: Franz Wolfgang – Schulz Johannes 1:0; 1:0
Brett 6: Zirngibl Erich – Kraus Konstantin 1:0; 0,5:0,5
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