Integration durch Sport

Eine große Gemeinschaft

 

 

Eine in jeder Hinsicht gelungene Veranstaltung stellte „Integration durch Sport“ dar, die auf Initiative des ehemaligen Vorsitzenden unseres Kreisverbandes W. Taubert vom hiesigen, sprich in Oberhausen ansässigen, TSV 1871 e.V. rührend organisiert und durchgeführt wurde.

 

Da die Zielsetzung war, nicht nur Flüchtlinge, sondern zugleich andere Personen mit Migrationshintergrund dem Vereinssport näherzubringen und ihnen neben einer schönen Freizeitgestaltung auch ein soziales Netzwerk zu eröffnen, welches die Eingliederung in die Gesellschaft wesentlich erleichert, durften wir Schachfreunde natürlich nicht fehlen. Schließlich beherbergen wir in unseren dünn besetzten Reihen sage und schreibe fünfzehn unterschiedliche Nationalitäten, womit wir ein Paradebeispiel für gelungene Integration sind. 🙂

 

 

Die Gäste, aber auch die Anbieter, konnten in Bereichen schnuppern, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. So standen neben den klassischen Sportarten wie beispielsweise Handball, Tischtennis oder Volleyball auch derart exotische Dinge wie „Bubble Soccer“ – Ungemein lustig. -, „Gummihuhngolf“ – Muss man wenigstens einmal erlebt haben. – und natürlich das Schachspiel – Schlichtweg faszinierend! – auf dem Programm. Und wenn einmal eine Pause vonnöten war, dann konnte man sich am reichhaltigen Speiseangebot etlicher Spender bzw. Helfer laben.

 

Weil das Ganze in unserer unmittelbaren Nachbarschaft stattfand und wir zugleich Mitglieder der Tischtennisabteilung sind, erklärten wir unseren Schachstand quasi zur Familienveranstaltung, sodass Katarina, Marianne, Robert, Zarko und ich uns abwechselnd um die am Schach Interessierten kümmerten. Abwechselnd deswegen, weil zum einen der Andrang im Gegensatz zu sonst recht übersichtlich war, man hatte es gut mit uns Schachspielern gemeint und uns aus Unkenntnis eine ruhige Ecke zugewiesen, wobei doch jeder wissen sollte, dass Schachspieler das Handgemenge und den Tumult suchen, und wir zum anderen das große Angebot wenigstens teilweise nutzen wollten.

Unsere Aufgaben am Brett waren mannigfaltig, denn vom Aufräumen mit tiefsitzenden Irrtümern hinsichtlich der Spielregeln wurden auch taktische Motive und einfachste strategeische Ideen besprochen. Am beliebtesten war jedoch der direkte „Feindkontakt“, sodass immer wieder mit einem Eröffnungszug ein Fehdehandschuh hingeworfen wurde.

 

In Anbetracht all dieser Möglichkeiten ist es nicht weiter verwunderlich, dass die vier Stunden wie im Fluge vergingen. Entsprechend vermochten auch die Gesichter des Nachwuchses den Ausdruck der Überraschung nicht verbergen, als es hieß, wieder alles aufzuräumen und das traute Zuhause aufzusuchen. Wer pubertierende Kinder hat, der weiß, welch ein Qualitätsmerkmal für eine Veranstaltung eine solche Reaktion ist. 😉

 

Sollte wieder einmal so etwas geplant sein, dann werden wir Schachspieler ganz sicher wieder dabei sein. Dann jedoch an einer solchen Stelle, dass niemand die Veranstaltung wird besuchen können, ohne ein Schachbrett gesehen zu haben!

 

 


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