Kreisklasse B: 1. Runde; Schachfreunde Augsburg V – SK Rochade Augsburg IV

Ein spannender Kampf

 

 

Besser hätte der Einstieg in die neue Spielzeit kaum verlaufen können, denn unsere Fünfte, an jenem Tag aus Carsten, Wernfred, Marianne und Artur bestehend, holte mit einem 3:1-Sieg die ersten beiden Punkte der Saison, obwohl man nicht nur im Vorfeld, sondern auch während der Begegnung, einige Probleme zu bewältigen hatte.

 

 

Arturs freundlich wirkendem Gesicht wurde die ein oder andere Sorgenfalte hinzugefügt, denn er hatte Behzad kurzfristig ersetzen müssen, sodass keinerlei Luft mehr bestand, die mittlerweile gesundheitlich gleichfalls angeschlagene Marianne zu schonen. Hinzu kam die Ungewissheit, wie Carsten, zudem am Spitzenbrett, als aufstrebender Ü30-er seine Premiere als Mannschaftsspieler meistern würde. Und schließlich war Artur selber beruflich dermaßen eingespannt gewesen, dass er die Zeit, die er am Brett nun hätte verbringen sollen, lieber zur Erholung genutzt gehabt hätte.

 

Doch da muss man durch und entsprechend kämpferisch begab man sich an die Bretter, an denen überwiegend die Nachwuchshoffnung unseres Nachbarn aus dem Pfersee saß, die sich natürlich vorgenommen hatte, möglichst viele Mannschaftspunkte aus Oberhausen zu entführen.

 

Allerdings sah es zunächst nicht danach aus, als würde sich die Hoffnung der Gegner erfüllen, denn die meisten Eröffnungen gingen an uns, was mit Carstens „Franzosen“ begann, über Wernfreds „Damengambit“ ging und bei Arturs „Spanier“ endete. Lediglich bei Marianne sah es anrüchig bis schlecht aus, schien sie ihre Erkältung doch alle Prinzipien vergessen gelassen zu haben.

 

Sie vernachlässigte nicht nur die Entwicklung ihrer Streitkräfte, sondern förderte zugleich jene des Gegners, der dieses unverhoffte Glück trefflich zu nutzen wusste und sich frühzeitig einen materiellen Vorteil sicherte. Zwar ergaben sich im Laufe der Begegnung einige Möglichkeiten, sich wieder ins Spiel zu bringen, doch an jenem Tag vermochte sie Marianne einfach nicht zu erspähen und verlor nach einem Einsteller letztlich verdient – 0:1.

 

Davon unbeirrt machten sich die Herren daran, ihre Pläne umzusetzen, weshalb Carsten und Artur schon bald deutliche Vorteile errangen. Während es bei Carsten eine glatte Gewinnstellung war, die kurz darauf zum Ausgleich führte, durfte sich Artur zwar nur über einen Mehrbauern freuen, dessen Verwertung er jedoch mit geschicktem Übergang ins Endspiel meisterlich anging und damit alsbald den zweiten Zähler für die Mannschaft holte – 2:1.

 

Damit blieb es an Wernfred, den Mannschaftssieg zu sichern. Was jedoch nach erfolgreicher Eröffnung gepaart mit einem Mehr an Erfahrung einfach klingt, entpuppte sich als schwieriges Unterfangen. Denn nach anfänglichen Vorteilen hatte Wernfred seine zunächst klare Linie plötzlich vermissen lassen, strauchelte etwas und hätte bei einem weiteren derartigen Verlauf die Partie wohl verloren. Glücklicherweise besann er sich seiner Stärken, legte die ein oder andere Schippe drauf und sorgte mit seinem persönlichen Erfolg zugleich für jenen des Teams – 3:1.

 

 

 



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