Kreisklasse B: 2. Runde; SK Rochade Augsburg III – Schachfreunde Augsburg VIII

Eine schmerzvolle Erfahrung

 

 

Einige Schüler warteten noch am Hauptbahnhof auf das Abholen durch ihre Eltern, als unsere „Zitadelle“ in einem hellen Licht erstrahlte.

 

 

Es galt nämlich noch am Abend einen Doppelheimkampf zu bestreiten, wurden doch die Teams aus Friedberg (Kreisliga I) und dem Pfersee erwartet.

 

 

Das heißt, genau genommen war unsere Achte Gast im eigenen Haus, entsprachen wir doch nur allzu gerne der Bitte der Verlegung des Spiellokals.

 

 

Trotz des Vorteils in eigener Spielstätte antreten und zeitgleich den Spielern einer ranghöheren Mannschaft über die Schulter schauen zu dürfen, von den zahlreichen Zuschauern ganz zu schweigen, sollte gegen starke Gegnerschaft eine weitere Niederlage erfolgen. Schade, denn auch dieses Mal gab es Chancen.

 

 

Nicht aufgrund der Niederlage zu Saisonbeginn, sondern um möglichst vielen weiteren Spielern die Gelegenheit zu bieten, Erfahrung zu sammeln, setzte Erich in seiner Funktion als umtriebiger Mannschaftsführer auf eine interessante Mischung.

 

 

An den beiden ersten Brettern sollten er und Karl es richten, wohingegen die hinteren beiden Bretter Alexandra und Marianne vorbehalten waren.

 

 

Gerade die „Amazonen“ mit ihrem kompromisslosen Schach schienen prädestiniert dafür zu sein, für die entscheidenden Punkte zu sorgen.

Selbst als die Pferseer mit einem starken Vierer anrückten, bestand kein Grund, etwas an der Marschroute zu ändern, weshalb der Anfang keineswegs überraschte.

 

 

Erich begnügte sich mit Weiß gegen einen der zahlreichen Jugendspieler aus der „Rochade-Kaderschmiede“ mit einer ausgeglichenen Stellung und Karl suchte zwar offensichtlich noch nach der richtigen Strategie, hatte aber alles im Griff.

 

 

Anders dagegen unsere Damen! Während sich Alexandra aus der Eröffnung heraus einen kleinen, aber dauerhaften Vorteil sicherte, sprang Marianne ihren Gegner förmlich an.

 

 

Beeindruckt von dieser gefühlten Unverfrorenheit, gelang es dem Pferseer nicht, die besten Züge in der Verteidigung zu finden, weshalb er Bauer um Bauer verlor. Als Marianne dann schon derer drei mehr hatte, da hätte der ein oder andere Sicherungszug wohl für den Sieg gesorgt, doch dann obsiegt die Gier, es wurde ein vierter Bauer geschlagen und plötzlich war der schwarze König im Schach. Kein Problem, standen diesem doch drei Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung. Zwei davon hätten ein Dauerschach zur Folge gehabt, weshalb die dritte gewählt wurde. Allerdings folgte danach ein tödliches Schach, womit der Verlauf der Partie auf den Kopf gestellt wurde – 1:0 aus der Sicht der Pferseer.

 

 

Von diesem Nackenschlag sollte sich unser Team nicht mehr erholen. Zwar erhöhten sowohl Alexandra als auch Erich den Druck, so gut es in der jeweiligen Stellung eben ging, und Karl fing aus allen Rohren zu feuern an, aber es wollte partout kein Gegner umfallen.

 

 

Im Gegenteil! Alexandra und Karl, der eine wirklich interessante Partie aufs Brett gezaubert hatte, überzogen und standen nunmehr mit leeren Händen da – 3:0 aus der Sicht des SK Rochade.

 

 

Gerne hätte Erich wenigstens einen vollen Zähler beigesteuert, aber sein Gegner wusste alle Pläne zu durchkreuzen und alle Drohungen zu parieren, weshalb unser Spitzenmann alle weiteren Bemühungen einstellte und sich ins Remis fügte – 3,5:0,5 aus der Sicht des SK Rochade.

 

 

 

Fazit:

 

 

Ein weiteres Mal wurde unser Vierer Opfer der noch mangelnden Erfahrung. Diese wird leider auch nicht durch ausschließliches Spielen von Mannschaftskämpfen schnell geschlossen werden können, sodass Turnierbesuche dringend empfohlen werden.

 

 

Ungeachtet kann man damit rechnen, dass auch unsere Achte demnächst die ersten Mannschaftspunkte einfahren wird, denn die Chancen dazu sind trotz allem vorhanden.

 

 

Apropos Mannschaftspunkte, alle Paarungen, Ergebnisse, Partien und natürlich die Tabelle gibt es wie gewohnt im heißgeliebten Ligamanager. Viel Spaß. 🙂


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