Ein weiterer Baustein
Mit einem klaren und im höchsten Maße verdienten 5:3-Sieg gegen die zweite Auswahl aus dem Pfersee gelang unserer Dritten nicht nur ein weiterer Sieg, auch vermochte sie aufgrund teils noch ausstehender Wettkämpfe vorübergehend die Tabellenspitze zu erklimmen.
Nun stehen nur noch drei „Endspiele“ bevor, um das hehre Saisonziel des Aufstiegs in die Schwabenliga II zu erreichen. Ob unserer Dritten das letztlich gelingen wird, das bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall hat sie sich wieder gefangen, sodass mit ihr gerechnet werden muss. Herzlichen Glückwunsch! 🙂
Viele werden gedacht haben, dass das letzte Wochenende im März ganz im Zeichen des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene gestanden hätte, doch war dem keineswegs so. Zweifelsohne ist es stets eine Besonderheit, einen Wettbewerb auszurichten, der die Anwesenheit von Großmeistern gewährleistet, doch ein Verein lebt nun einmal vom sogenannten Tagesgeschäft, weshalb Adnan, Christian, Günther, Jonas, Lukas, Maxim, Raphael und Robert am besagten Samstag im Fokus standen.
Das heißt, Günther hätte gleichfalls im Fokus stehen sollen, aber leider fand er sich zum vereinbarten Zeitpunkt nicht in der „Zitadelle“ ein, was ihm überhaupt nicht ähnlich sah bzw. sieht. Sorge machte sich ob seines Fernbleibens breit, die erst Tage später verflog, als sich herausstellte, dass es eine Panne in der Kommunikation gegeben hatte,
Wie dem auch sei, als die Gäste kamen und die Uhren hätten angedrückt werden sollen, da wurde uns gewahr, dass diese anscheinend ebenfalls ein Problem zu bewältigen hatten. Dieses manifestierte sich in einer der leidigen „Samstagsdemos“, die regelmäßig den ÖPNV lahmlegen. Und da das Spitzenbrett in einer Straßenbahn quasi festsaß, war klar, dass nur an sechs Brettern gespielt werden würde.
Dafür ging es gleich munter los. Derart munter sogar, dass nach etwa einer halben Stunden an Adnans Brett die Entscheidung zu unseren Gunsten fiel. Adnans Gegner hatte zu ungestüm agiert und bei dieser Gelegenheit die ein oder andere Figur stehenlassen, sodass ein Weiterspielen komplett aussichtslos war – 1:0.
Weitere dreißig Minuten später wurde jeweils ein Sieg für eine der beiden Mannschaften eingetragen, denn es war weder dem Spitzenbrett der Gäste gelungen, einen Weg durch die Blockade der Innenstadt zu finden, noch war Günther erschienen – 2:1.
Damit verblieben nur noch fünf Bretter, um eine für uns günstige Entscheidung herbeizuführen. Diese lag durchaus in der Luft, denn Maxim drückte zielstrebig gegen die „Benoni Verteidigung“, Christian hatte mit Schwarz keinerlei Sorgen, Lukas hatte eine mehr als ausreichende Kompensation für seinen Gambitbauern und Jonas hatte des Gegners Damenflügel isoliert, was er zu einer Offensive auf die Königsstellung des jungen Pferseers nutzte.
Lediglich Raphaels Stellung wollte partout nicht gefallen. Unser gefühlter Oberligaspieler ließ sich nicht nur vom schnellen Spiel des Gegners anstecken, er ignorierte geflissentlich dessen Pläne und sah sich alsbald einem Sturmangriff gegenüber. Dieser erwies als dermaßen überwältigend, dass unserem Raphael nichts weiter übrigblieb, als die Waffen zu strecken – 2:2.
Das sollte der einzig erspielte volle Zähler der Gäste bleiben, denn danach wurde deutlich, warum unser Achter als heißer Anwärter auf den Aufstieg gehandelt wird. Zwar begnügte sich Christian noch mit einem Remis, es war aber wirklich nichts mehr aus der Stellung herauszuholen, aber Jonas und Maxim verwandelten mustergültig, womit der Wettkampf entschieden war 4,5:2,5..
In der letzten Partie, in der Lukas mittlerweile seinen Gambitbauern zurückgewonnen und eine Gewinnstellung erlangt hatte, wurde noch lange und zäh für den persönlichen Erfolg gekämpft. So sehr sogar, dass getrost von einer Materialschlacht gesprochen werden kann. Letztlich wurde der junge Pferseer für seine Zähigkeit belohnt, indem er Lukas ein Remis abrang und damit das Endergebnis herstellte – 5:3.
Fazit:
Aktuell lebt das Team von einer starken Spitze und vielen einsatzfreudigen und keineswegs minder erfolgreichen Ersatzspielern. Hätte es die Niederlage in der ersten Runde nicht gegeben, die Mannschaft stände in den anstehenden Runden bei weitem nicht unter diesem Erfolgsdruck, den sie jetzt aushalten muss.
Denn die Zweite scheint in die Schwabenliga I durchzumarschieren, die Vierte strebt mit aller Gewalt in die Kreisliga I und die Fünfte hat nach dem Unentschieden zwischen dem SC Lechhausen II und dem SV Thierhaupten I vorzeitig den Aufstieg in die Kreisliga II geschafft. Da ist es für die Vereinsstruktur unumgänglich, dass auch hier ein Aufstieg gelingt!
Abschließend noch der obligatorische Hinweis auf den Ligamanager, dessen Tabelle jedoch aufgrund teils nur einer bis zu vier gespielten Runden nicht die übliche Aussagekraft besitzt. Einmal reinzuschauen ist dennoch empfehlenswert. 🙂
Schreibe einen Kommentar