Schiedsrichterlehrgang bei den Schachfreunden

Von der „Zitadelle“ zum „Lehrtempel“

 

 

 

Obwohl das vergangene Wochenende nicht gar so ereignisreich wie das vorherige war, so heißt das noch lange nicht, dass wir Schachfreunde ruhten. Im Gegenteil, denn neben zweier prestigeträchtiger Wettkämpfe, über die an anderer Stelle noch berichtet werden wird, übten wir uns als Gastgeber für einen, genau genommen waren es derer zwei, Lehrgang des BSB.

 

 

Kurzerhand wurden die Zinnen geschmückt, die Tore weit geöffnet und es strömten nicht weniger als 26 Teilnehmer in unsere „Zitadelle“. Zweifelsohne war darunter auch mancher dabei, den die Neugier auf unsere Räumlichkeiten trieb, doch die meisten wollten schlicht ihre Lizenzen verlängern oder aber eine Ausbildung zum Verbandsschiedsrichter oder gar Regionalen Schiedsrichter absolvieren. Darunter befand sich vorerst zwar kein einziger Schachfreund, wir hatten den Lehrgang im Juni genutzt, um sechs Schiedsrichter auszubilden, was aber der Veranstaltung ausnahmsweise keineswegs abträglich war.

 

 

Die Anwohner waren sicher überaus erstaunt, als am Morgen des beginnenden Wochenendes reger Betrieb im Tiefhof des Drei-Auen-Bildungshauses herrschte. Es wurden die letzten Vorbereitungen getroffen, um den Lehrgang, der von Peter Przybylski (SF Bad Grönenbach) geleitet werden sollte, dem wiederum Gerhard Decker (SK Mering) bzw. Fabian Wölfle (SC Königsbrunn) zur Seite standen.

 

 

Pünktlich um 10.00 Uhr ging es auch schon los und alle Teilnehmer, beinahe alle, den zwei gaben als Zieladresse die Anschrift des Referenten an und stießen entsprechend etwas später aus Bad Grönenbach kommend hinzu, begaben sich in die geheimnisvoll anmutende Welt der Regeln.

 

 

Von da an wurde regelmäßig gelauscht, nachgefragt und das ein oder andere Fallbeispiel aus der eigenen Praxis vorgetragen, sodass die Zeit wie im Fluge verstrich. Gegen 19.00 Uhr, vorher von einer kurzen Mittagspause und gelegentlichen Gängen zur Getränke-, Kaffee- oder Kuchenbar – Herzlichen Dank an Marianne für ihre feinen Kuchenspenden! – unterbrochen, verabschiedete man sich voneinander, mit der Gewissheit, am nächsten Tag eine Schicksalsgemeinschaft bei der Abschlussprüfung zu bilden.

 

 

Als dann am Sonntag die gefühlt ersten Sonnenstrahlen unsere „Zitadelle“ in ein warmes Licht tauchten, da gab es die letzten Einheiten, welche in der Prüfung nur eine marginale Rolle spielen sollten, und vor allem einige wertvolle Tipps.

 

 

Letztere sollten sich als derart nützlich erweisen, dass letztlich alle Prüflinge einen erfolgreichen Abschluss vorweisen konnten. Das ist beruhigend, denn nun werden weitere Wettkämpfe so ablaufen können, dass man sich ob gewisser Entscheidungen nicht verwundert die Augen reiben muss.

 

 

Eine besondere Erwähnung verdient, dass unser Zarko seine Prüfung nachgeholt hat und dass ausgerechnet jene Fraktion, die bereits mit dem Eingeben der richtigen Adresse ungeahnte Schwierigkeiten zu haben schien, den „Klassenbesten“ stellte. Herzlichen Glückwunsch.

 

 

Da es allen gefallen hat und sich auch die Referenten über die Örtlichkeit bzw. die darin schlummernden schier unendlichen Möglichkeiten positiv geäußert haben, werden wir wohl auch künftig unseren bescheidenen Beitrag zur Verbreitung der Regelkenntnisse leisten.

 

 

Betrüblich nur, dass wir diese netten Teilnehmer erst in frühestens fünf Jahren wiedersehen werden. Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben.


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