Bayerische U12-MM; 2 Runde

Ein Satz mit „x“

 

 

Wir, das heißt Alexander, Alexandra, Michael, Viktor und das Trainierteam bestehend aus Vitali und mir, trafen uns schon um 8.30 Uhr am Vereinsheim, um möglichst nicht zu spät vor Ort zu sein. Dies gelang uns auch und wir waren vorbildlich sogar vor den Gastgebern da. So blieb uns genug Zeit, um ein wenig rumzuspinnen und uns auf die Partien einzustimmen. Nach und nach trafen die anderen Teams ein, welche alle interessante Kämpfe nicht nur gegen uns, sondern auch untereinander in Aussicht stellten.

 

In der ersten Runde traf unser Vierer auf jenen von Aschaffenburg-Schweinheim. Es sah leider schon recht früh eröffnungstechnisch nicht sehr gut für uns aus.

 

Als erster beendete überraschenderweise Viktor  seine Partie. Er hatte mit dem Franzosen eine äußerst interessante und vermutlich für ihn bessere Stellung erreicht. Doch leider verlor er in den darauffolgenden Komplikationen den Überblick und musste sich wenig später geschlagen geben – 0:1.

 

Alexandra hingegen hatte tatsächlich etwas Glück, wenn man das im Schach so sagen kann. Sie hatte nach der Eröffnung einen Minusbauern, ließ sich davon aber nicht beirren, entwickelte all ihre Figuren und gewann schließlich durch die Unachtsamkeit des Gegners dessen Dame – 1:1.

 

Daraufhin bekam Alexander ein Remisgebot und fragte mich, ob er es annehmen solle. Da der Mannschaftsführer die Partie in diesem Fall (theoretisch) nicht anschauen darf, warf ich einen kurzen Blick auf Michaels Brett, der leider einen Turm auf der Reservebank mehr hatte, also riet ich Alex, dass er, falls möglich, weiterspielen solle. Leider half dies nichts, im Gegenteil, er verlor noch – 1:2.

 

Zu Michaels Partie kann man nicht viel sagen. Er stellte, wie vorweggenommen, nachdem er seine Eröffnungsprobleme gelöst hatte, einen Turm ein. Er kämpfte wacker weiter und gewann sogar ein bisschen was zurück, was jedoch nichts am erwarteten Ausgang der Partie ändern sollte – 1:3.

 

Nach einer kurzen Verschnaufpause erwartete uns ein „El Clasico“ gegen die Gastgeber, mit denen wir es bereits in der Runde davor zu tun hatten.

 

Alexander, der am Tag zuvor beim Training noch geglänzt hatte, schien keinen guten Tag erwischt zu haben. Er stellte die Partie recht früh ein. Passiert jedem hin und wieder – 0:1.

 

Viktor stand recht früh unter Druck, was daran lag, dass er seine Entwicklung nicht ganz abschloss. Sein Gegner hingegen entwickelte all seine Figuren. Kurz war ich nicht sicher, ob sich nicht eine dreimalige Stellungswiederholung ereignet haben könntee – ein großer Erfolg, wenn man Vitors Stellung betrachtete. Unglücklicherweise war dies nicht der Fall und der Gegner fand einen Weg die Stellung in einen vollen Punkt zu verwandeln – 0:2.

 

Alexandras Partie lässt sich sehr kurz beschreiben – einfach gut. Bis auf eine kleine Ungenauigkeit, spielte sie eine sehr saubere Partie, in der sie einen geringen Vorteil langsam ausbaute und schließlich souverän den vollen Zähler einstrich – 1:2.

 

Blieb also nur noch Michael, der mit einem Sieg zumindest das Unentschieden hätte retten können. Michael fand sich nach der Eröffnung auf der weißen Seite des geschlossenen Sizis wieder. Sein Gegner spielte die Eröffnung sehr kreativ, doch kreativ und gut sind nicht immer kongruent. Michi spielte eine sehr hübsche Partie, belohnte sich mit einem Sieg und sicherte das Unentschieden- 2:2.

 

In der kurzen Mittagspause gab es Brezeln, die Vitali beim Bäcker in der Nähe geholt hatte. Wir beredeten hier und da noch etwas, analysierten paar Partien, dann ging es auch schon weiter. Vitali und ich machten uns erneut auf den Weg zum Bäcker, denn unsere Kleinen hatten so viel Hunger, dass für uns nichts übrig blieb. Daraufhin setzten wir uns zu Yaroslav und seinen Eltern gegen dessen Schützlinge, die Unseren ihr Glück versuchten.

 

Nach und nach kamen sie dann aus dem Spielsaal, angefangen mit Viktor . Er fand eine interessante Neuerung im Franzosen, die wahrscheinlich objektiv gesehen nicht sehr gut war. Hier entwickelte sich eine verrückte Stellung mit vermutlich großem Vorteil für den Gegner. Viktor verlor diese Partie, aber man muss ihm fairerweise zu Gute halten, dass er, im Vergleich zu den Anderen, nicht so lange beim Schach dabei ist – 0:1.

 

Alexandra nutzte sehr früh die mangelnde Vorsicht ihres Gegenübers aus, indem sie ihn früh angriff . Der Gegner verteidigte sich zäh und konnte zumindest einen Materialverlust verhindern. Alexandras Stellung war strategisch fast gewonnen und es sah lange so aus, als würde sie heute einen weiteren Punkt einsammeln. Dann war es aber zuerst Alex, die einen Bauern verlor statt ihn zu gewinnen. Zu allem Überfluss waren nicht mehr genug Figuren auf dem Brett, um wirkliches Gegenspiel aufzubauen – 0:2.

 

Michael hatte nach der Eröffnung mit Schwarz problemlos Ausgleich erreicht, nur um dann wieder einen Turm einzustellen. Wie er diese Partie danach gewinnen konnte, ist mir immer noch ein Rätsel. Dazu braucht es mehr als nur einen Schutzengel – 1:2.

 

Wieder ein 2:1 – Rückstand, bei dem Alexander der „Ausgleichstreffer“ gelang. Von der Partie selbst, muss ich gestehen, habe ich nicht viel gesehen, aber das Wenige, das ich sah, schien sehr überzeugend – 2:2.

 

 

Fazit:

 

Ich persönlich hätte unserem Vierer natürlich ein Weiterkommen gegönnt, doch auch das muss man sich erarbeiten. Schön ist natürlich, dass der Spielbetrieb wieder aufgenommen wurde und ich nehme einmal an, dass es allen Beteiligten Spaß gemacht hat. Naja, wir haben unsere Erfahrungen gesammelt und wünschen den Schachfreunden aus Aschaffenburg-Schweinheim und Leipheim natürlich viel Erfolg in der nächsten Runde. Ergebnisse kann man wie üblich im Ligamanager einsehen.

 

 

 

 


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