Erster und Dritter bei der Bayrischen – U20 und U12 – Jugendteams der Schachfreunde sind erfolgreich

Die Jugendteams der Schachfreunde Augsburg können auch in dieser Saison erfreuliche Ergebnisse vermelden. Die U20 Mannschaft, immerhin amtierender Deutscher Meister, holte sich Mitte September souverän und ungeschlagen auch den bayrischen Titel. Damit ist sie auch wieder für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die in den Weihnachtsferien im Dezember stattfinden wird.

Fast wäre ihr die U12 Mannschaft der Schachfreunde nachgefolgt. Doch ihr dritter Rang bei der Bayrischen Meisterschaft reichte ganz knapp nicht. Denn nur die ersten beiden Plätze bringen die Qualifikation zur Deutschen, und zum Silberrang fehlte den Augsburgern lediglich ein Brettpunkt.

Dennoch ist der dritte Platz bei der Bayrischen ein hervorragendes Ergebnis. Es zeigt, dass der Triumph der U20 keine Eintagsfliege war und bei den Schachfreunden Augsburg auch in den jüngeren Jahrgängen starke Schachspieler zu finden sind.

In der U20 war der Erfolg bei der Bayrischen Meisterschaft nie wirklich in Gefahr. Die Mannschaft, die im Vergleich zum Triumph bei der Deutschen unverändert antreten konnte, gewann jeden ihrer Wettkämpfe. Somit haben die Schachfreunde Augsburg um das Team Zarko Vuckovic, Uli Weller, Arthur Wachtel, Yakiv Gubariev, Robert Vuckovic und Elisha McPherson die Ehre, nicht nur amtierender Deutscher Titelträger, sondern auch der gegenwärtige Bayrische Mannschaftsmeister in der Altersklasse U20 zu sein. Auf den Plätzen dahinter landeten der FC Ergolding und der SC Bavaria Regensburg.

Der Vorsitzende Alex Vuckovic gab folgendes Fazit ab: „Das Ergebnis ist klasse, wir freuen uns über den nächsten großartigen ersten Platz. Besonders die souveräne Art, wie die U20 das gewonnen hat, nämlich ohne jede Niederlage und vollkommen ungefährdet, ist beeindruckend. Jetzt freuen wir uns alle schon auf die Deutsche Meisterschaft im Dezember.“

Ebenfalls auf dem Siegertreppchen, nur zwei Stufen tiefer, durfte die U12 stehen. In dieser Altersklasse bestehen die Teams noch aus lediglich vier Spielern. Die bayrische Endrunde bestand aus insgesamt vier Qualifikationsrunden. Die Schachfreunde setzten sich in den drei ersten durch und durften somit auch in der bayrischen Finalrunde antreten.

Dort maßen sich Alexander Rempel, Michael Steinberger, Alexandra Wachtel und Viktor Karsten mit den Rivalen der Schachfreunde München, des SC Postbauer-Heng und des SC Aschaffenburg. Allerdings soll auch Barbara Wachtel nicht vergessen werden, die jüngere Schwester von Alexandra trat in der ersten Runde für die U12 der Schachfreunde an und nahm da den Platz von Viktor Karsten ein.

In der Finalrunde trafen die Schachfreunde zunächst auf die Münchner Rivalen mit dem nahezu identischen Namen. Wie schon im Halbfinale gab es auch diesmal für die Schachfreunde aus der kleineren bayrischen Großstadt eine klare Niederlage. Die Hauptstädter sollten sich denn auch den bayrischen Titel ohne Niederlage sichern.

In der zweiten Begegnung im Finale wartete Postbauer-Heng auf die U12 der Fuggerstädter. Nach Siegen für Alexander Rempel und Michael Steinberger und Niederlagen für Alexandra Wachtel und Viktor Karsten gab es eine 2:2 – Punkteteilung.

Damit war vor der letzten Runde gegen Aschaffenburg noch alles drin. Es stand ein Fernduell um Platz zwei gegen Postbauer-Heng an, wo mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zweitwertung entscheiden würde.

Viktor Karsten konnte eine schnelle Niederlage nicht vermeiden, aber Spitzenbrett Alexander Rempel schaffte bald danach souverän den Ausgleich. Bei Alexandra Wachtel sah es nicht mehr so gut aus, sie hatte eine Figur weniger, dafür aber noch etwas Aktivität für ihren Materialnachteil. Michael Steinbergers Partie schien auf ein Unentschieden zuzusteuern, bei stark reduziertem Material konnte wohl keiner der Spieler mehr Fortschritte machen.

Doch der Schein sollte trügen. Michael schaffte doch noch den entscheidenden Durchbruch und gewann seine Partie, nachdem er den letzten gegnerischen Bauern erobern konnte. Alexandra schien verloren, ehe ihr Gegner ganz spät die Konzentration verlor und sie Patt setzte. Dieses Unentschieden brachte den Schachfreunden Augsburg den 2,5:1,5 Mannschaftssieg ein.

Da Postbauer-Heng im Parallelspiel gegen die Schachfreunde München verloren hatte, waren diese beiden Teams am Ende punktgleich im Kampf um den zweiten Rang. Über die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft musste damit also die Zweitwertung entscheiden. Und hier hatte der Rivale aus der Oberpfalz knapp die Nase vorn. Denn er hatte 5,5 Einzelpunkte geholt im gesamten Wettkampf, die Fuggerstädter hingegen nur 4,5. Das brachte die Schachfreunde somit auf den dritten Rang in der Endabrechnung des bayrischen Finalturniers in der Altersklasse U12.

Jugendleiter Alexander Rempel sen. war trotz der um Haaresbreite verpassten Qualifikation mehr als zufrieden: „Die Kids haben sich direkt danach ein wenig geärgert, weil es so knapp nicht gereicht hat. Aber jeder Spieler und jede Spielerin haben das Beste gegeben und alles aus sich herausgeholt. Da kann man nur stolz sein auf die U12. Vielleicht schaffen wir es beim nächsten Mal dann auch, noch den letzten Schritt zu gehen.“

 

 

Domenico Giannino

 


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