Schwäbische U12-MM; 1. Teil

Eine klare Sache

 

 

Mittlerweile ist doch beinahe ein ganzer Monat vergangen, seit unsere U12-er im fernen Haunstetten auf Punktejagd gingen, weshalb es wahrlich höchste Zeit ist, darüber zu berichten. Dies umso mehr, da wir nicht nur wieder mit zwei Teams an den Start gegangen waren, sondern zudem die Vorrunde recht erfolgreich gestalten konnten.

 

Denn während unsere erste Mannschaft mühelos den Einzug in die Finalrunde schaffte, vermochte sich unser zweiter Vierer, der überwiegend aus ganz jungen Spielern bestand, sehr gut in Szene setzen, sodass wir zuversichtlich in die Zukunft blicken können. 🙂

 

 

Das unrühmliche Abschneiden der vergangenen Saison sollte nicht nur vergessen gemacht werden, ferner sollten weitere Kinder und Jugendliche quasi im Eilschritt an das Turnierschach herangeführt werden, um eine breitere Basis zu haben.

 

Deswegen griffen nicht nur Alexander, Alexandra, Michael und Philipp ins Geschehen ein, auch Barbara, Leonas, Viktor und Yutthasak gingen frohen Mutes an die Bretter, um Turnierhärte zu erhalten.

 

 

1. Runde:

 

Schachfreunde Augsburg I – Schachfreunde II

 

Um etwaigen Manipulationen vorzubeugen, hat es sich eingebürgert, dass zu Beginn eines Turniers vereinsgleiche Mannschaften gegeneinander antreten. Diese an sich löbliche Praxis wäre jedoch in unserem Fall nicht erforderlich gewesen, brannten doch die „rangniederen“ darauf, es dem „oberen“ Vierer zu zeigen.

 

Entsprechend motiviert gingen alle an die Bretter, wobei an den Spitzenbrettern recht schnell ersichtlich wurde, dass Yutthasak und Viktor Alexanders und Michaels Erfahrung und Stärke noch nicht gewachsen waren. Es sollte auch tatsächlich nicht lange dauern und das „Flaggschiff“ steuerte bereits vermeintlich sicher dem ersten Sieg entgegen – 2:0.

 

Vermeintlich deshalb, weil sich der sechsjährige Leonas überhaupt nicht damit abfinden wollte, einfach nur als Punktelieferant zu dienen, während zeitgleich Barbara ihre ältere Schwester schwer prüfte. Hier wurde derart gekämpft, dass selbst ein Mannschaftsremis durchaus im Bereich des Möglichen erschien.

 

Dies umso mehr, als Leonas plötzlich den Anschluss herstellte. In einer stark geführten Partie hatte er zunächst nach und nach die Oberhand und anschließend die Partie gewonnen – 2:1.

 

Hätte nun auch noch Barbara den vollen Zähler eingefahren, die Überraschung wäre perfekt gewesen. Doch letztlich sollte beim „Schwesternkampf“ die größere Erfahrung den Ausschlag geben, was den Sieg der „Ersten“ sicherstellte – 3:1.

 

 

2. Runde:

 

TSV Haunstetten – Schachfreunde Augsburg I

 

Hätten nur die Ergebnisse bei der letzten Kreismeisterschaft als Indikator gegolten, der Ausgang dieser Begegnung wäre absolut klar gewesen. Doch die Wahrheit, die zuweilen grausam sein kann, ist bekanntlich auf dem Brett und da sah die Sache alles andere als eindeutig aus.

 

Alexander und Philipp schienen sich ihrer Siege arg sicher, träumten offensichtlich mit offenen Augen und verkannten dabei die zahlreichen Möglichkeiten, die sie dadurch ihren Gegnern boten. Diese verfügten glücklicherweise noch nicht über jene Erfahrung, um ein solches Verhalten abzustrafen, glaubten so manch mit größter Überzeugung vorgetragenen Fortsetzung und mussten deswegen die Waffen strecken – 0:2 aus der Sicht der Südstädter.

 

Reichlich später sollte es zum Kantersieg kommen, nachdem auch Michael und Alexandra, die beide ausgesprochen umsichtig und sicher agiert hatten, die Punkte einfuhren – 0:4 aus der Sicht des TSV Haunstetten.

 

SK Rochade Augsburg – Schachfreunde Augsburg II

 

Zeitgleich versuchte sich unser junger Haufen am Team aus dem Pfersee, was insbesondere bei den Spitzenbrettern im Bereich des Versuchs steckenblieb. Denn sehr schnell wurde klar, dass man hier über das weitaus größere Wissen verfügt, weshalb Yutthasak gegen seinen ersten „Drachen“ ebenso unterging, wie am Nebenbrett Viktor mit seinem „Eigenbau“. Der schnelle 0:2-Rückstand wirkte nicht gerade motivierend.

 

Wiederum waren es die beiden „Kurzen“, die die Hoffnung auf einen Punkt nährten. Denn Leonas, wohl von seinem ersten Sieg beseelt, wollte anscheinend seinem Habenkonto einen weiteren Punkt hinzufügen und Barbara erfreute sich gar einer Mehrfigur, was sie einem Sieg recht nahe brachte.

 

Leider verloren beide irgendwie den Faden, dann Material und schließlich die Partien, womit die zweite Niederlage, welche vor allem in dieser Höhe gänzlich unverdient war, der „Zweiten“ festand – 4:0 aus der Sicht der Pferseer.

 

 

3. Runde:

 

In Anbetracht der vorherigen Ergebnisse war die Spannung raus, war es doch klar, welche beiden Mannschaften sich für die Finalrunde qualifiziert hatten und welche gegen die „rote Laterne“ zu spielen hatten. Die entsprechenden Teams trafen aufeinander, was wiederum für eine andere Art von Spannung sorgte, bewegte man sich doch auf Augenhöhe.

 

Schachfreunde Augsburg I – SK Rochade Augsburg

 

Da beide Teams das Ziel des Tages erreicht hatten, erschien es, als gäbe es keinen Grund, um noch einmal voll anzugreifen. Doch dem war keineswegs so, galt es doch, sich den Gruppensieg zu sichern und dem jeweiligen Gegner für die nächste Runde Respekt einzuflößen.

 

Dies nutzten Michael und Alexandra zu Genüge, die ihre beeindruckende Form mit zwei abschließenden Siegen unterstrichen. Etwas, was auch Alexander und Philipp nur allzu gerne getan gehabt hätten, wenn sich ihr in der Runde zuvor gezeigtes oberflächliches Spiel nicht fortgesetzt hätten. Anders als noch gegen den TSV Haunstetten nutzte die Gegner ihre Chancen, sammelten alles ein, was unsere Jungs so zu verschenken hatten und entließen Alexander und Philipp mit zwei Niederlagen ins restliche Wochenende – 2:2.

 

Schachfreunde Augsburg II – TSV Haunstetten

 

Obwohl weit abgeschlagen gingen beide Vierer aufeinander los, als gelte es, die Meisterschaft zu entscheiden. Yutthasak war trotz zweier zuvor erlittenen Niederlagen bestrebt, mit Schwarz frühzeitig die Initiative an sich zu reißen, Viktor griff seinen Gegner frontal an, Leonas zog eisern in Richtung des gegnerischen Königs und Barbara versteckte sich gleichfalls keineswegs.

 

So tobte an den Brettern eine heftige „Schlacht“, an deren Ende nach Verziehen des Pulverdampfes ein für beide Seiten verdientes Unentschieden zu Buche stand, mit dem alle Protagonisten mehr oder minder gut leben konnten – 2:2.

 

 

Fazit:

 

Während unsere „Erste“ bei weitem noch nicht jene Betriebstemperatur, die eigentlich in ihr steckt, erreicht und deswegen reichlich Luft nach oben hat, wusste die „Zweite“ durchaus zu überzeugen. Hier hinterließen insbesondere Barbara und Leonas einen besonders guten Eindruck.

 

Ob es uns nach einer kürzeren Pause endlich wieder gelingen wird, den Titel nach Oberhausen zu holen, das wird sich demnächst zeigen. Bis dahin bleibt der obligatorische Hinweis auf den Ligamanager, der wie gewohnt alle Informationen bereithält.

 


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