U20-Landesliga Süd: 1. Runde; Schachfreunde Augsburg II – SK Kriegshaber I

Ein überzeugender Einstieg

 

Während an den Brettern nebenan die Runde der U20-Bayernliga ausgetragen wurde – an dieser Stelle sei auf Ulis hervorragenden Bericht verwiesen – wollte unsere zweite Mannschaft, bestehend aus Katarina, Paul, Eli und meiner Wenigkeit, sehen, ob wir der stärkeren Gegnerschaft in der Landesliga Süd Paroli bieten können, hatten wir doch in der Vorsaison die Schwabenliga überzeugend gewonnen. Nach dem ersten Spieltag sieht es danach auf jeden Fall aus, denn am Ende stand ein 3:1-Erfolg gegen die Auswahl des SK Kriegshaber zu Buche, womit das Gesamtergebnis der Schachfreunde an diesem Samstagnachmittag ein sehr sehenswertes 9:1 war.

 

Die erste Entscheidung fiel an Brett 4 bei Eli. Er hatte sich gegen einen Skandinavier früh Vorteil erkämpft und verbesserte Zug um Zug seine Stellung, wobei auch der Computer kaum Ungenauigkeiten findet. Jedenfalls hatte er schon nach einer guten Stunde seinen Gegner souverän mattgesetzt – einfach nur stark.

 

Den zweiten Brett- und den ersten Mannschaftspunkt konnte ich am Spitzenbrett sichern. In der Rossolimo-Variante der sizilianischen Verteidigung konnte ich mir früh einen Mehrbauern im Zentrum sichern, im Gegenzug hatte Weiß dynamische Kompensation. Als diese nicht genutzt wurde, konnte ich einen starken Angriff aufbauen, der letztlich durchschlug.

 

Paul hatte eine durchwachsene Partie zu verzeichnen. Nachdem er in der Eröffnung durchaus achtenswert zu großem Vorteil gelangen konnte und zeitweise nach einem sicheren Punkt aussah, beging er leider unfassbare Verbrechen an seiner Stellung, wonach er plötzlich auf Verlust stand. Er konnte sich allerdings zurückkämpfen und erreichte ein vermutlich remises Endspiel mit dem Läuferpaar gegen Turm und zwei Bauern, worin er allerdings unvermittelt einen Läufer einstellte und sogleich aufgab.

 

Dieses vom gegnerischen Mannschaftsführer gar als „Wunder“ betitelte Ergebnis sollte jedoch keine Zweifel an unserem Erfolg aufkommen lassen, da Katarina an ihrer Stellung gar nichts anbrennen lies. Am Ende hatte sie eine objektiv ausgeglichene Position erkämpft, bei der jedoch der gegnerische König in der Mitte herumlief und um sein Leben fürchten musste. Das Berechnen aller Varianten kostete den Gegner jedoch viel Zeit, sodass Katarina aufgrund des Falls ebenjener gewann.

 

 

Fazit:

 

Wenn auch bei einem 9:1 noch ein Punkt zum vollständigen Ausrufezeichen fehlt, können beide Mannschaften mit ihren Ergebnissen voll und ganz zufrieden sein. Das größte Ärgernis sein dürfte somit, dass aufgrund des Kampfes der vierten Mannschaft nicht mehr alle zum Gruppenfoto antreten konnten. Alle Ergebnisse, Termine und Partien findet Ihr wie gewohnt im Ligamanager.


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