Winterliches Jung gegen Alt

Am vergangenen Samstag, den 11.1.26 stand die 4. Runde der Kreisklasse B auf dem Programm. In der tief verschneiten Zitadelle erwarteten wir die 2. Mannschaft aus Steppach. Hier war vermutlich jeder einzelne Spieler unserer Gäste älter als unsere gesamte Mannschaft. Und so gab es ein Duell mit Durchschnittsalter 14 gegen vermutlich 70+.

Zum Glück war schon alles aufgebaut und die Leute vom Jugendtreff waren da, so dass wir fast pünktlich starten konnten.

An Brett 1 kam bei Elias der Vorstoßfranzose aufs Brett. Elias‘ Gegner war mit der Variante nicht so vertraut, so dass er schnell einen Bauern verlor.

An Brett 2 spielte Barbara eine Wiener Partie, bei der sie nach etwa 10 Zügen recht gedrückt stand. Ihr Gegner hatte zwei Spingervorposten so platziert, dass sich Barbara nur schwer entfalten konnte.

An Brett 3 wurde von Mykyta ebenfalls der Vorstoßfranzose diskutiert. Hier entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel ohne Vorteile für eine Seite.

Sofija an Brett 4 war wohl zum ersten Mal mit der Philidor-Verteidigung konfrontiert. Hiermit hat sie ihr Gegner nach ca. 10 Zügen schon recht eingeschnürt. Aber sie konnte dann über einen Bauernhebel die Mitte öffnen. Auf einer offenen Linie wurden die Schwerfiguren in Stellung gebracht.

Nach etwa 1,5 Stunden ergab sich für keinen der Kontrahenten an Brett 3 ein Vorteil, so dass bei Mykyta ein Remis im 20. Zug vereinbart wurde.

Währenddessen dachte Elias‘ Gegner sehr lange nach, wie er den Bauernverlust doch noch kompensieren könnte. Trotz hohem Zeitverbrauch war hier aber keine Lösung zu finden. Im weiteren Verlauf der Partie ergaben sich auch weitere Materialverluste. Im 33. Zug fiel dann beim Steppacher das Plättchen, so dass die Heimführung amtlich war.

Währenddessen entwickelte sich bei Barbara ein positionelles Spiel, das auf keinen Seiten einen Vorteil sah. Barbara lehnte ein Remis-Gebot im 11. Zug ab. Im 15. Zug verschwand dann mit den beiden Damen auch endlich das erste Material.

In der Zwischenzeit hat sich Sofijas Gegner beim Abtausch von Figuren über die offene Linie in der Mitte des Brettes irgendwo verrechnet, so dass sie eine Mehrqualität besaß. Mit dieser drückte sie, aber ihr Kontrahent konnte sich befreien und wieder materiell ausgleichen. Schließlich gab es ein Endspiel mit einem Turm und jeweils zwei Bauerninseln mit jeweils 3 Bauern auf beiden Seiten. Das Endspiel war laut Engine ausgeglichen. Allerdings übersah Sofijas Gegner eine Drohung, so dass sie einen Freibauern generieren und schließlich in eine Dame verwandeln konnte. Somit stand der Sieg im Mannschaftskampf fest.

Barbara hatte sich mittlerweile eine Mehrfigur erspielt, mit der aber auch nicht unbedingt direkt ein Vorteil verbunden sein musste. Das erneute Remis-Angebot lehnte Barbara wiederum ab und spielte geduldig weiter. Schließlich konnte sie den materiellen Vorteil gekonnt in einen Sieg verwandeln. Somit war der klare 3,5 zu 0,5 Sieg perfekt.

Fazit:

Nach dem 4. Sieg im 4. Mannschaftskampf gegen die sehr Nette Truppe aus dem Neusäßer Stadtgebiet grüßen wir weiterhin von der Tabellenspitze. Allerdings beträgt der Vorsprung auf Inchenhofen weiterhin nur einen Punkt. Vor dem voraussichtlichen Showdown gegen die ärgsten Verfolger am letzten Spieltag im Mai steht zuerst der Doppelpack gegen Mering an. Die 3. Abordnung können wir schon in knapp 2 Wochen bei uns in der Zitadelle begrüßen.


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