„4. Quaratäne-Liga“; dritter Anlauf

Knapp vorbei

 

 

Da bekanntlich aller guten Dinge drei sind, sollte auf den glücklichen Klassenerhalt und den mühelos errungenen fünften Platz ein glorreicher Aufstieg folgen. So zumindest der Plan, der vermutlich auch wunderbar hätte umgesetzt werden können, wenn uns zum Ende hin die Puste nicht ausgegangen wäre.

 

Stattdessen durften wir nach einer Achterbahnfahrt, die uns zwischenzeitlich bis nah an den Gipfel geführt hatte, mit dem ungeliebten vierten Platz vorlieb nehmen, was nichts anderes bedeutet, als einen weiteren Versuch starten zu müssen, in die dritte Liga vorzustoßen. Vielleicht wird uns dies ja im vierten Anlauf gelingen. 🙂

 

 

Der Abend begann, wie leider allzu oft in jüngster Zeit, alles andere als vielversprechend, denn als die ersten Paarungen freigegeben wurden, da waren gerade einmal acht Schachfreunde gemeldet. Damit hatte man zwar offiziell die erforderliche Mannschaftsstärke erreicht, doch da „Lavadora“ nicht wirklich zugegen war, entstand schnell die Befürchtung ob der Richtung der Reise an jenem Abend.

 

Trotzdem prangte unser allseits geliebter Vereinsname frühzeitig in der oberen Tabellenhälfte, war es doch so manchem Schachfreund vergönnt, einen oder gar zwei schnelle Siege einzufahren. Und auch was die „Sollstärke“ anbelangte, da schwanden auch alsbald die Sorgenfalten, denn zwischenzeitlich hatten sich zwei weitere Spieler dazugesellt, sodass wir sogar eine „Reserve“ hatten.

 

Leider sollte diese Hochphase nicht lange anhalten, weshalb der allmähliche Abstieg in der Tabelle begann, woran auch gelegentlich Ausreißer in die Gegenrichtung nichts zu ändern vermochten. Das alles ging so lange, bis uns plötzlich gewahr wurde, dass wir einen Abstiegsplatz zierten.

 

Von da an schien ein Ruck durchs Team zu gehen und „Alex221“, „ambaras“, „hawaiitoast“, „MLankers“, „Robbat“, „Schach_du_Nase“, „Sciencemelon69“, „SFA_Gang“, „Uli001“ und der nunmehr zum „Stammspieler“ aufgestiegene „XxSenseless02xX“ punkteten emsig bzw. boten eine geschlossenere Mannschaftsleistung.

 

Die zahlreichen Zuschauer, unter ihnen sei „Schnakenaal“ als prominentester Vertreter genannt, trauten ihren Augen kaum, besorgten sich umgehend Nadel und Faden, um die zwischenzeitlich zerrissenen Vereinsfahnen zu nähen, und feuerten die kleine Schar auf dem Feld bzw. an den Rechnern im „Chat“ frenetisch an.

 

Dass diese Unterstützung für einen zusätzlichen Schub sorgte, das zu erwähnen dürfte müßig sein, weshalb quasi wie aus dem Nichts der zweite Platz unser eigen war! Wären wir nicht punktgleich mit dem Dritten gewesen und hätten sich mit dem Team „Absolute“ und der Mannschaft der „SF 90 Spraitbach“ in beängstigender Nähe befunden, wir hätten sicherlich frohlockt. Stattdessen war kämpfen angesagt.

 

Des guten Einsatzes ungeachtet konnten wir nicht verhindern, dass zunächst „Tesanjski Kiseljak“ und anschließend „Absolute“ an uns vorbeizugen. Vielleicht hätten wir zu jenem Zeitpunkt besonnen reagieren und einfach unser bis dato gezeigtes gutes Schach fortsetzen sollen. Aber ausgerechnet „SFA_Gang“, ein Garant für viele Aufstiege bzw. Nichtabstiege, erhöhte das Risiko maximal, wofür er mit nur 2/7 zum Ende hin belohnt wurde.

 

Ob es etwas geändert hätte, wenn er sich auf das Erringen von „einfachen“ Siegen, also ohne den „Berserker-Modus“ zu bemühen, darf angezweifelt werden, wenngleich sicherlich der ein oder andere zusätzliche Punkt herausgesprungen wäre. Letztlich fehlten uns 15 Punkte, welche von mehreren Spielern hätten geholt werden müssen.

 

Ungeachtet des verpassten Aufstiegs kann eine überwiegend positive Bilanz gezogen werden, denn nicht nur, dass sich die Mannschaft weiter verbessert präsentierte, „XxSenseless02xX“ durfte erneut in die Mannschaftswertung, wohin es „Sciencemelon69“ wieder einmal schaffte, überwog doch an Sonntag das Genie! 🙂

 

Lediglich die Leidensfähigkeit des geschätzten „hawaiitoasts“ wurde auf eine harte Probe gestellt, dem es zu keinem Zeitpunkt gelungen war, ins Turnier zu finden. Dazu passte sein Abschluss mit 0,5/5 hervorragend ins Bild. Aber um eine Phrase zu bemühen: „Auf Regen folgt Sonnenschein!“, sodass schon beim nächsten Mal die Welt anders aussehen dürfte.

 

Wer Zeit und Lust haben sollte, der kann sich wie gewohnt mit allerlei Informationen auf der offiziellen Turnierseite versorgen. Auch wird empfohlen, die ein oder andere Partie nachzuspielen, bot doch so manche einen großen Unterhaltungswert. Viel Spaß. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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