„4. Quarantäne-Liga“; sechster Anlauf

In der Hängematte

 

 

Uns war es wieder einmal vergönnt, einen entspannten Abend zu verleben, was man jetzt nicht dahingehend interpretieren darf, dass er langweilig war. Im Gegenteil, denn es gab so manch nette Überraschung und bei dem einen oder anderen Gründe, sich zu ärgern, doch hinsichtlich eines Ab- oder gar Aufstiegs war nichts zu verhindern bzw. zu wollen.

 

Dabei waren wir am letzten Spieltag ungemein stark angetreten, sodass wir bereits keck nach oben schielten. Letztlich war es aber auch nicht mehr als ein Schielen, denn ein sechster Platz mit 32 Punkten Abstand auf einen Aufstiegsplatz bzw. 36 Punkten Vorsprung vor dem Absturz in die Fünftklassigkeit ließen keinerlei Zweifel aufkommen. Schade, aber glücklicherweise gibt es bald wieder eine neue Chance. 🙂

 

 

Gleich beim „Einloggen“ lächelte einem eine Anfrage entgegen, mittels der ein gewisser „Groundhopping“ die Aufnahme in unser Team begehrte. Einige Sätze im „Chat“ gewechselt, den Spieler als in unsere Mannschaft passend befunden und schon war unsere Schar um einen weiteren sympathischen Recken reicher.

 

Aber mit Sympathie allein gewinnt man bekanntlich keine Partien, weshalb ihm noch die Feuertaufe bevorstand. Eine Feuertaufe, die „Alex221“, „ambaras“, „EliBaer96“, „hawaiitoast“, „MichiB“, „Schach_du_Nase“, „SFA_Gang“, „Uli001“ und „XxSenseless02xX“ in der vierten Liga bereits längst abgelegt hatten. Soviel sei vorweggenommen, „Groundhopping“ löste alles mit Bravour! 🙂

 

Wir legten also in einer Liga los, die wieder einmal ungemein stark war, was sich daran zeigte, dass wir neben etlichen Mannschaften aus dem Ausland auch mit solchen wie dem FC St. Pauli, „Grobes Schach“ – dahinter verbirgt sich die Truppe des SC Gröbenzell -den SF 90 Spraitbach bzw. Deizisau und der SG Kaiserslautern 05 aus hiesigen Landen die Klingen zu kreuzen hatten.

 

Anfangs führten „Groundhopping“ und „Schach_du_Nase“ die Mannschaftswertung an, womit schnell klar war, dass wir nicht mit dem Abstieg zu tun bekommen würden, waren doch unsere Schwergewichte, sprich „MichiB“, „SFA_Gang“ und „Uli001“, noch nicht auf Betriebstemperatur.

 

Mit dieser fehlenden Angst vor dem Absturz vor Augen, ließ sich „XxSenseless02xX“ als erster in die Hängematte legen, denn trotz seiner 2/3 erachtete er, dass es wohl genug und seine Unterstützung nicht mehr erforderlich sei. Ein Trugschluss, der ihm ob seiner Jugend noch einmal verziehen werden kann. 😉

 

Gänzlich andere Motive dürften den eigentlich unverwüstlichen „hawaiitoast“ zum Verlassen der Formation getrieben haben. Denn als er auf 2/3 eine ganz lange Rochade, sprich 0/4, folgen ließ, da zog er die Notbremse und vermutlich zugleich den Stecker aus dem Rechner. Aus einer langen Lebenserfahrung heraus weiß ich, dass auf Regen Sonnenschein folgt, weshalb ich beim nächsten Einsatz wieder fest mit unserem „Toastbrot rechne. 🙂

 

Gerne hätte es ihm „Schach_du_Nase“ gleich getan, doch unvermittelt bestand unsere Truppe aus nur noch acht Spielern, weshalb jeder weitere Abgang nicht mehr hätte kompensiert werden können. Daher quälte sich der alte Mann durch die Runden, hielt brav auch das andere Auge hin, wenn er geschlagen wurde, und sammelte so 29 Punkte für das Vereinsbanner.

 

Nicht gar so schlimm, aber ebenfalls deutlich unter ihren Möglichkeiten, agierten „Alex221“ und „ambaras“. Trotzdem hielten auch sie bis zum Schluss durch, steuerten 19 bzw. 18 Punkte bei und durften sich wenigstens hin und wieder über eine gelungene Partie freuen.

 

Glücklicherweise gab es noch fünf weitere Schachfreunde, die an jenem Abend zu glänzen wussten. So spielte sich „Elibaer96“ nach längerer Abwesenheit einen Platz in der Mannschaftswertung. Eigentlich ein guter Anlass, ihn dafür zu loben, doch hat die Erfahrung bei „XxSenseless02xX“ gelehrt, dass auch Erfolg zu Kopf steigen kann, weshalb an dieser Stelle ein „Ganz ordentlich.“ ausreichen muss. 😉

 

Blieben somit nur noch „Groundhopping“, „MichiB“, „SFA_Gang“ und „Uli001“ zu erwähnen. Allesamt kratzen an der 40-Punkte-Marke, die „SFA_Gang“ trotz einer erschreckenden „Berserkerrate“ von 83% deutlich durchbrach und mit 49 Punkten am nächsthöheren Zehner kratzte. Allen vier Spielern einen herzlichen Glückwunsch zu diesem Abschneiden, ohne das unser Stressfaktor ein gänzlich anderer gewesen wäre.

 

Alle Ergebnisse, Tabellen und natürlich Partien gibt es wie gewohnt auf der offiziellen Turnierseite zu bewundern. Viel Spaß dabei, hält sie doch so manches schachliches „Schmankerl“ für Euch bereit. 🙂

 

 

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