Kreisklasse A: 2. Runde; SK Rochade Augsburg III – Schachfreunde Augsburg VI

Ganz ruhige Gewässer

 

 

Im Gegensatz zu unserer Fünften verlief die Planung für den Wettkampf unserer Sechsten tiefenentspannt, obwohl gleich drei Stammkräfte ersetzt werden mussten, die entsandt wurden, um die Reihen der ranghöheren Mannschaft zu verstärken.

 

Dieser Reibungslosigkeit, die in eine große Gelassenheit mündete, übertrug sich auf unseren Vierer, der selbstbewusst nach Pfersee fuhr, um dort um zwei weitere Punkte zu kämpfen. Dies gelang ihm auch souverän, wenngleich der knappe Sieg etwas anderes vermuten ließe. Damit wurde die Tabellenführung behauptet, womit die Mannschaft dem Saisonziel einen weiteren Schritt näher gekommen ist. Herzlichen Glückwunsch. 🙂

 

 

Mit der ehrenvollen Aufgabe der verteidigung der Tabellen führung wurden Alexander V., besser bekannt als AV 2.0, ;), Denis, Erich und Karl beauftragt, die pünktlich im Augsburger eintrafen. Was danach jedoch geschah, das konnte der Schreiber dieser Zeilen nicht sehen, war er doch nicht zugegen. Daher entstammt der nachfolgende Bericht Erichs Feder. Viel Spaß beim Lesen. 🙂

 

 

Aus Erichs kleinem Tagebuch:

 

Nach bereits etwa einer Stunde Spielzeit konnten wir schon den ersten Punkt notieren. Ich – Erich; Anm. der Red. – hatte gegen einen jungen Spieler gewonnen. Relativ schnell hatte ich immer stärkeres Übergewicht erhalten, da ich einen Läufer und einen Turm hatte schlagen durfte und damit zwei Figuren mehr hatte. Nach einigen wenigen weiteren Zügen gab mein Gegner dann schließlich auf – 0:1 aus Sicht des SK Rochade.

 

Das schien ein gutes Signal für die Mannschaft zu sein, denn von da an lief es gut für uns. Denis am Spitzenbrett und Karl am Brett dahinter hatten sich vorteilhafte Stellungen erspielt, beide machten mächtig Druck mit ihren Türmen und den Damen auf die jeweils rückständigen c-Bauern. Es war nur eine Frage der Zeit, bis beide diese Bauern erobern und sich damit einen Stellungsvorteil sichern würden.

 

Denis gelang dieses Unterfangen relativ zeitnah, was weitere Vorteile nach sich zog. Plötzlich hatte er drei Bauern mehr und steuerte auf einen Sieg zu. So hätten nach einem erzwungenen Abtausch der Damen seine Bauern ungehindert zur gegnerischen Grundreihe marschieren und die Partie entscheiden können, doch leider ließ er diese Gelegenheit aus, bot stattdessen ein weiteres Schach mit der Dame, wo sie jedoch im Wirkungsbereich ihrer Gegenspielerin gelangte und sofort geschlagen wurde. Denis gab umgehend enttäuscht auf – 1:1.

 

Während dieser Zeit baute Karl den Druck auf den gegnerischen c-Bauern weiter auf. Er hatte eine ausgezeichnete Stellung, was unter anderem auch daran lag, dass er mit dem d- und e-Bauern weitere Verstärkung geholt hatte, um den Druck auch auf andere Figuren auszuweiten. In der irrigen Annahme, den lange belagerten c-Bauern auch zu einem späteren Zeitpunkt abholen zu können, übersah er, dass sein Zentrum nicht sicher genug war. Daher verlor beide Zentrumsbauern, für die der nun doch geschlagene c-Bauer ein schaler Ersatz war.

 

Diese Entwicklung gab dem Gegner Auftrieb und dieser tauschte Figur um Figur ab, sodass sich im Endspiel nur noch je ein Turm und zwei bzw. drei Bauern gegenüberstanden. Im Bestreben, die Partie noch zu gewinnen, tauschte der Gegner auch noch je zwei Bauern ab und versuchte von da an, seinen Freibauern mit aller Gewalt auf die Umwandlungsreihe zu bringen. Allerdings hatte er nicht mit Karls Zähigkeit und taktischem Geschick gerechnet, weshalb er zwar Karls Remisgebot zunächst noch ablehnte, später aber einer Zugwiederholung nicht ausweichen konnte – 1,5:1,5.

 

Verblieb damit nur noch Alexander V.. Er hatte sich mit seinem Gegner lange einen positionellen Kampf geliefert, in dessen Verlauf zunächst keine Seite deutliche Vorteile hatte erringen können. Vorsicht und gegenseitiges Belauern prägten diese Begegnung, weshalb es lange Zeit stark nach einer Punkteteilung roch. Und als man bereits dachte, dass das Remis nur eine Formsache sei, da beging Alexanders gegner einen gravierenden Fehler, der einen Turm kostete. Mit einer derartigen Übermacht gesegnet blies Alexander zum Angriff, in dessen Folge des Gegners Gegenwehr erlosch.

 

Mit diesem Sieg, der angesichts des Verlaufs der Partie eher unerwartet kam, sicherte uns Alexander den Gesamtsieg, womit wir einen weiteren Spieltag lang von der Tabellenspitze her grüßen können – 1,5:2,5 aus der Sicht des SK Rochade.

 

 

Fazit:

 

Gemessen an den Chancen geht der Sieg absolut in Ordnung. Nur in Zukunft sollten wir darauf achten, nicht derart fahrlässig mit unseren Möglichkeiten umzugehen, werden doch die verbliebenen gegner keineswegs leichter und dürften die konsequenter abstrafen.

 

Alle Paarungen, Ergebnisse und sonstige interessante Dinge gibt es wie gewohnt im Ligamanager zu bewundern. Viel Spaß dabei. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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