Schwäbische U12-Mannschaftsmeisterschaft 2014; 1. Teil

Elf Freunde müsst ihr sein!

 

War es uns nach der Vereinsgründung in der vergangenen Saison noch nicht möglich, eine Jugendmannschaft in dieser Altersgruppe zu melden, so hat sich die Lage in der Zwischenzeit derart positiv verändert, dass wir auf Bezirksebene sogar gleich mit zwei Mannschaften haben antreten können, weil wir mittlerweile elf Kinder dieser Altersgruppe in unseren Reihen zählen. Dies ist auch ungemein wichtig, vermag doch so unser gesamter Nachwuchs zusätzliche Erfahrung zu sammeln und das Erlernte zu vertiefen, um letztlich noch erfolgreicher zu sein.

 

Neben uns Schachfreunden schickten nur noch der SC Dillingen, der Post SV Memmingen, der SK Nördlingen und der SK Rochade Augsburg je eine Mannschaft an den Start und man durfte gespannt sein, wie sich unsere Teams schlagen würden. Für die ersten beiden Runden waren wir Gastgeber und obwohl wir unsere Gäste freundlich empfangen hatten, erwiesen wir uns als ziemlich knauserig, was das Vergeben der Punkte betraf. Sollte es am 03. Mai in Memmingen so weitergehen, dann wäre es ein traumhaftes Ergebnis. Aber auch jetzt schon kann man mit Fug und Recht sagen, dass das Auftreten unserer U12-er beeindruckend ist. 🙂

 

1. Mannschaft:

 

Mit den Routiniers Jakob, Katarina, Paula und Robert zählt die Mannschaft neben den Memmingern zu den Topfavoriten. Diese Rolle unterstrich das Team in der ersten Runde auch mit einem 4:0-Erfolg über die hauseigene zweite Mannschaft, wobei die Partien nicht ganz so eindeutig waren. Zu sehr kennt man sich und so manche Trainingseinheit wurde geteilt, sodass man trotz der Höhe auch von einem Arbeitssieg sprechen durfte.

 

Gleich in der 2. Runde traf man dann auf die Südschwaben, was einem vorweggenommen Finale gleichkam. Hier merkte man schnell, dass die Memminger, obwohl leicht ersatzgeschwächt, nicht leicht zu schlagen sein würden, denn es entstand ein zäher und recht ausgeglichener Kampf. Zumindest an den beiden Spitzenbrettern war auch nach ca. einer Stunde – es wird mit einer Bedenkzeit von 1h pro Partie und Spieler gespielt – keine eindeutige Tendenz zu sehen, während unsere Damen die ersten Resultate beisteuerten. Paula hatte mit Weiß leider verloren, was aber Katarina mit einem schönen Schwarzsieg auszugleichen wusste – 1:1.

 

In der Folge erspielten sich Jakob und Robert immer mehr kleine Vorteile, die sich in der Summe bei beiden in überwältigenden Stellungen manifestierten. Diese Gelegenheit ließen sich beide nicht entgehen und brachten so je einen vollen Zähler nach Hause, womit der 3:1-Sieg perfekt war!

 

Damit ist die Mannschaft zwar noch nicht durch, es gilt noch die anderen Teams zu bezwingen, vor allen Dingen die nach Mannschaftspunkten gleichauf liegenden Kinder aus dem Pfersee, die an diesem Tag sogar ohne ihre beiden Spitzenspieler zwei Siege einzufahren vermochten, doch es ist zumindest bereits ein großer Brocken auf dem Weg zur Meisterschaft aus dem Weg geräumt worden.

 

2. Mannschaft:

 

Die zweite Mannschaft, ebenfalls mit vielen erfahrenen Spielern versehen, hatte an diesem Spieltag das Pech, dass anfangs gleich drei Stammspieler ersetzt werden mussten. Doch davon unbeeindruckt ging man ins Turnier und präsentierte sich nicht nur in großer Spiellaune, sondern auch in sehr guter Form. Auch die angekündigte Rotation konnte daran nichts ändern und so kam es, dass Behzad, David, Leo und Tim zunächst den Kampf gegen die Erste aufnahmen. Diesen konnten sie auch über einen längeren Zeitraum ausgeglichen gestalten, mussten sich aber am Ende mit 0:4 geschlagen geben.

 

Doch nun wurde nicht etwa Trübsal geblasen, vielmehr freute man sich schon auf den nächsten Gegner, die Nördlinger Mannschaft. Ob das an der ungebrochenen Spiellaune oder an dem eingewechselten Valentin lag, das konnte nicht genau festgemacht werden, aber auf alle Fälle stürmten alle gleich los.

 

Alle? Nein, leider war ausgerechnet Valentins Gegner nicht da, sodass es bereits nach kurzer Zeit 1:0 stand. Doch hatte dieses Resultat nicht lange Bestand, denn schon bald danach erhöhten Leo und Tim nahezu zeitgleich zum 3:0 und fieberten von da an mit Valentin an Behzads Brett mit. Das Brot am Spitzenbrett ist nun einmal hart, eine Erfahrung, die Behzad an diesem Tag erstmals machen musste. Denn obwohl er sich eine Mehrfigur und eine gewonnene Stellung erspielt hatte, reichte nur eine Unaufmerksamkeit, um den ganzen Vorteil wieder zu verspielen, ja sogar ins Hintertreffen zu geraten. Und auch wenn er sich tapfer gegen die Niederlage stemmte, war es ihm letztlich nicht vergönnt, die Partie noch einmal zu kippen – 3:1.

 

Das war eine schöne Vorstellung und wenn ab der 3. Runde die Mannschaft in voller Stärke antreten sollte, dann könnte man vielleicht sogar der Ersten Schützenhilfe leisten. Am 03. Mai werden wir alle mehr wissen, müssen uns aber bis dahin in Geduld üben. 🙂

 

Hier geht es zu allen Aufstellungen, Ergebnissen und Tabellen. Viel Spaß beim Schmökern.

 

 

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