Deutsche Vereinsmeisterschaft U16: Hohe Ziele, gemischtes Fazit

Nach dem Gewinn der bayerischen Meisterschaft (Bericht) durfte unsere U16 zur DVM U16 (Deutsche Vereinsmeisterschaft) antreten. Gegen Deutschlands stärkste Mannschaften konnten wir uns mit einem Platz im Mittelfeld behaupten, die Hoffnung auf eine vordere Platzierung wurde nicht erfüllt.

Die DVM U16 wurde dieses Jahr vom 26.-30.12.wie immer mit 4er-Mannschaften als 7-rundiges Turnier im Schweizer System. Wir reisten mit Vincent, Mika, Alex und Michael St. nach Dresden. Da die Jungs in unseren Erwachsenen-Mannschaften von der Schwaben- bis zur Oberliga bereits zuverlässig Punkte liefern, und sich auch im hart umkämpften bayerischen U16-Wettbewerb den Titel geholt hatten, war das Ziel bei der DVM vorne mitzuspielen. Krankheitsbedingt blieb kurzfristig Žarko zu Hause, leistete von dort aber wie immer professionell und effizient die Vorbereitung, während ich (Stefan) das Team als Betreuer begleiten durfte. Für Freizeitaktivitäten blieb bei 2 Runden am Tag plus Vorbereitung nicht viel Zeit, wir konnten aber den zweiten Abend für einen Rundgang in der wunderschönen Dresdner Innenstadt nutzen. Für schärferes Angriffsspiel konsumierten wir dort auch gemeinsam eine Currywurst Brennstufe 6.

Hier half unser Mitglied Georg damals als Student beim Abtragen der Trümmer vor dem Wiederaufbau

So verliefen die einzelnen Begegnungen:

Tag 1

Gegen den Nachwuchs des Zweitligisten SG Porz waren wir favorisiert, aber sie spielten stark und wir mussten eine Niederlage einstecken. Einzig Alex gelang ein Start-Ziel-Sieg, während Michael St. sich zwar eine Gewinnstellung erspielte, diese ihm aber ins Remis entglitt.

Nachmittags ging es gegen SV Erkenschwick, wo ein hart umkämpftes 2,5:1,5 gelang. Diesmal legte Mika mit einem souveränen und schnellen Sieg vor. Alex hatte zunächst Vorteil, geriet dann einen Bauern in Rückstand, konnte aber schließlich im Endspiel den halben Punkt verteidigen. Vincent kam in einer turbulenten Partie nach komplizierten Verwicklungen rund um die Zeitkontrolle mächtig unter Druck, konnte aber nach langem Kampf den halben Punkt verteidigen. Michael St.’s Partie war derweil immer nahe am Ausgleich. Im objektiv ausgeglichenen Endspiel drückte und lavierte er, bis die anderen Partien entschieden waren. Beim Stand von 2:1 willigte er ins Remis ein sicherte und damit den Mannschaftssieg.

Tag 2

Vormittags wurden wir gegen SV Königsjäger Süd-West gelost, die in der ersten Runde bereits überraschend den Top-Favoriten bezwungen hatten. Auch wir hatten kein Glück, nur Michael gelang ein klarer Sieg. Mika konnte in einer turbulenten Partie seine zwischenzeitliche Gewinnstellung nicht verwerten und letztlich nur noch einen halben Punkt retten. Die Partien von Vincent und Alex gingen durch unnötige Fehler verloren, so dass es nicht für einen Mannschaftspunkt reichte.

Nachmittags sollte wieder ein Sieg her gegen die SG Leipzig. Allerdings konnten nur Alex und Michael St. ihre Partien (teils glücklich) gewinnen, so dass es auch hier nur für ein 2:2 Unentschieden reichte. Mit nunmehr 3:5 Mannschaftspunkten lagen wir nach 4 von 7 Runden in der hinteren Tabellenhälfte auf Platz 13.

Tag 3

Gegen Vimaria Weimar konnten wir vormittags wieder 2 Mannschaftpunkte einfahren. Vincent ging schnell ins Endspiel, wo er mit minimalem Vorteil drückte und drückte, bis der Gegner schließlich fehlgriff. Alex durfte ein Geschenk annehmen und fuhr fehlerfrei den Punkt ein, woraufhin Michael St. seine ausgeglichene aber durchaus noch interessante Stellung wieder mannschaftsdienlich remis gab zum 2,5:1,5 Endstand.

In Runde 6 traf unser Team auf den Hagener SV, erstmals ein Team aus der vorderen Hälfte der Setzliste. Mika konnte in einer von beiden Seiten sehr präzise gespielten Partie keinen Vorteil erreichen und willigte schließlich ins Remis ein. Alex wurde im Endspiel überspielt, während Michael St. in Gewinnstellung eine Kombination übersah und ebenfalls den vollen Punkt abgeben musste. Vincents wiederum zäh erkämpfter Punkt änderte dann nichts mehr an der Niederlage.

Tag 4

Vor der Schlussrunde war bereits klar, dass bestenfalls 50% und damit ein Platz im Mittelfeld erreichbar war.  Für einen versöhnlichen Abschluss sorgte das Team dann gegen den SV Oberursel mit einem klaren 4:0 Sieg und landete schließlich auf Platz 10.

Fazit / Ausblick

Unser Team zeigte immer wieder seine Klasse mit tollem Schach und starkem Positionsverständnis. Oft wurden die Gegner regelrecht überspielt, und auch der Kampfgeist stimmte: Mehrfach spielten unsere Jungs die letzten laufenden Partien, und konnten sich nach zähem Ringen im Endspiel noch Punkte erkämpfen. Gleichwohl kosteten unnötige Fehler mehrfach entscheidende Brettpunkte, so dass wir nicht wie erhofft vorne mitspielen konnten.

Während die DVM den Abschluss der Vorsaison 24/25 darstellt, hat für die Folgesaison 25/26 der Qualifikationszyklus auf Schwäbischer Ebene bereits begonnen. Hier sind mit Alex und Michael St. jetzt zwar zwei starke Spieler der U16 entwachsen, es stehen aber schon einige jüngere Talente in den Startlöchern. Diese konnten bereits den ersten Kampf gegen den SK Kriegshaber im November mit 4:0 für sich entscheiden, am 24.01. geht es gegen den SK Friedberg dann um den schwäbischen Meistertitel und die Qualifikation zur Bayerischen U16-Mannschaftsmeisterschaft 25/26.

Alle Ergebnisse der DVM und auch die Partien zum Nachspielen findet ihr auf der DVM-Website. (www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u16/sf-augsburg/)


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert