Krank gut

Kreisliga 2: Mering II – Schachfreunde V

Am Morgen des Spieltags waren wir noch zu fünft. Tornike und Nikoloz hatten hohes Fieber, Katarina war ebenso malad. Doch die Siebte und Achte, die auch heute spielten, opferten sich auf und spendeten Spieler. So schickten wir an den Brettern 5 bis 8 unsere U14 und unseren Jugendleiter Vasko als Betreuer an den Start. Dann mussten unsere acht auch noch irgendwie nach Mering kommen, trotz des Streiks im ÖPNV. Aber auch das gelang.

Anders als wir konnten unsere Gastgeber, die Meringer, nicht vollständig antreten, sodass Dominik an Brett 8 kampflos gewann und sich für die Bayrische Jugendeinzelmeisterschaft schonen konnte. Junchis Gegner (Brett 5) fühlte sich nach zehn Zügen gesundheitlich schlecht und gab auf (0:2).

Leo B. brauchte am siebten Brett nicht viel länger, opferte in der Eröffnung zwei Bauern und der Gegner gab wenige Züge später kurz vor dem Matt auf (0:3). Damit bleibt Leo mannschaftsübergreifend bei 100 % Ausbeute und unglaublichen 7/7.

Bei Theo sah es an Brett 4 zunächst nicht so gut aus, weil er eine Qualität hatte geben müssen und der Gegner seine Türme bei getauschten Damen auf einer offenen Linie verdoppeln konnte. Dann aber spielte er „wie Fischer gegen Spasski“, wie er verkündete, sperrte einen gegnerischen Läufer ein, gewann die Figur und bald die Partie. Der Punktestand damit fischeresk: 0:4.

An Brett 1 bot Pauls Gegner angesichts dieses aussichtslosen Zwischenstands schon Remis, doch Paul wollte mehr. In einer zweischneidigen Stellung hatte er nach dem Damentausch allerdings die Entwicklung vernachlässigt: Sein König irrte in der Brettmitte herum, sein Königsflügel schlief. Das nutzte der Gegner schließlich aus, indem er auf der weißen Grundreihe den Springer auf dem Ursprungsfeld g1 gegen den Turm fesselte, sodass er nicht zu retten war (1:4).

Vasko hatte an Brett 6 für die Qualität mehrere Bauern, von denen drei verbundene, aber teils gedoppelte Freibauern waren. Der Gegner drückte mit seinen verbleibenden Figuren – drei Schwerfiguren – gegen diese und hinter ihnen war Vaskos König. Das schien vielversprechender, als es war, und nach einigem Kampf blieb nur die Aufgabe (2:4).

Eng wurde es trotzdem nicht mehr. Alexandra hatte an Brett 3 im frühen Mittelspiel einen Zentrumsbauern gewonnen. Der Gegner erhielt im Endspiel T+L gegen T+S zwar einige Initiative, aber der Läufer war schlecht und Alex spielte die Partie sehr geschickt herunter. Sie gewann einen zweiten Bauern und schließlich übersah der Gegner eine Taktik (2:5). Das war eine reife und schön anzusehende Leistung – und unser Sieg!

Wenig später wurde auch Conrad am zweiten Brett fertig. Er hatte eine scharfe Eröffnung gewählt und mit Schwarz Übergewicht im Zentrum erlangt. Durch einen Bauernvorstoß und damit verbundene taktische Drohungen gewann er eine Qualität, die er später in ein Mehr an Bauern und eine geschwächte gegnerische Königsstellung umwandelte. Er setzte den König dann mit Dame und Turm mitten auf dem Brett matt (2:6). Das war sehr konsequent und aggressiv gespielt.

Weil die SGA zeitgleich gegen Göggingen II verlor, sind wir zumindest nicht mehr vom zweiten Platz zu vertreiben und damit in die Kreisliga 1 aufgestiegen – bereits im Februar. Am letzten Spieltag empfangen wir ebendiese zweite Mannschaft der SGA.


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