Unser fünfjähriges Jubiläum

In bester Feierstimmung

 

 

Ganze fünf Jahre schon gibt es uns Schachfreunde in den hiesigen Gefilden – Gründungsdatum: 20. Mai 2012 -, was wir zum Anlass nehmen wollten, richtig groß zu feiern. Denn nicht nur, dass wir in dieser kurzen Zeit ungemein viele Erfolge am Schachbrett errungen haben, es haben sich in dieser Zeit vor allem viele Gleichgesinnte zusammenfunden, die durch gute Laune und teils gar Freundschaft diese Erfolge erst möglich gemacht haben.

 

Aus diesem Grund hatten wir uns etwas Besonderes einfallen lassen und feierten über Fronleichnam ganze vier Tage, wobei wir uns hierfür Verstärkung aus „Ostholland“, sprich NRW, und der fernen Tschechischen Republik geholt hatten, namentlich die Vereine SG Caissa Hamm und TJ Slavia Liberec. Eigentlich hätten auch noch unsere neuen Schachfreunde aus Innsbruck mit von der Partie sein sollen, aber im österreichischen Kalender, zumindest jenem, der im betreffenden Innsbrucker Schachverein aushing, wurde Fronleichnam erst im September geführt, sodass man dort entsprechend überrascht reagierte, als man im Juni an die Einladung erinnert wurde.

 

Aber ungeachtet dieses Malheurs wurde es ein rauschendes Fest, das allen Beteiligten viel Spaß bereitet hatte, weshalb man spontan beschloss, das Ganze zu regelmäßig wiederkehrenden Besuchen im Sinne von Städtepartnerschaften zu machen, worin selbstverständlich auch unsere österreichischen Freunde eingebunden sein werden, die wir im Herbst besuchen werden. 🙂

 

 

Vorgeschichte:

 

Wie genau wir auf die Idee gekommen waren, das vermag heute niemand mehr genau zu sagen, auf alle Fälle wollten wir im Sinne der Völkerverständigung alle Schachvereine der Augsburger Partnerstädte auf europäischem Boden und meine lieben „Caissianer“, wo ich bekanntlich Zweitmitglied bin, zu diesem schönen Ereignis einladen und mit einer netten Mischung aus Schach, Kultur und Geselligkeit aufwarten.

 

Doch leider klang das alles viel leichter als gedacht, denn schon bei den ersten Anfragen in Inverness und Bourges wurde uns gewahr, dass nicht alle Vereine mit derart vielen spielwilligen und agilen Mitgliedern gesegnet waren, wie wir das sind, weshalb die Idee zunächst zum Scheitern verurteilt zu sein schien. Doch die große Begeisterung der „Pottler“ und der Tschechen verbeitete wieder Zuversicht und man machte sich auf die Suche nach einer weiteren Stadt, die unser Trio zu einem Quartett hätte erweitern können.

 

Die Wahl fiel sofort auf Innsbruck, das, obwohl keine Partnerstadt Augsburgs, so dennoch Dank Kaiser Maximilian I. recht eng mit unserer schönen Stadt verbunden ist, waren doch beide Städte bevorzugte Aufenthaltsorte des bekannten Habsburgers. Die dortigen Schachfreunde waren begeistert von der Einladung und nahmen diese auch umgehend an. Dass letztlich der Besuch ausblieb, das ist letzten Endes nicht weiter schlimm, denn es werden sich hoffentlich noch viele Gelegenheiten zum gegenseitigen Besuch ergeben.

 

Die Festtage:

 

Am Donnerstag gegen 14.00 Uhr fanden wir uns im in unserer „Zitadelle“, der Mensa des Drei-Auen-Bildungshauses ein, wo bereits alles festlich dekoriert war. Als Festredner konnte der Wunschkandidat Christoph Lipok gewonnen werden, der als frischgewählter erster Vorsitzender der SSJ den Pulsschlag von uns Schachfreunden wohl am besten zu erfassen weiß, arbeiten wir doch schon seit Jahren im Jugendbereich recht gut zusammen.

 

Nach zwei erfrischend kurzen Reden, ich musste in meiner Funktion als erster Vorsitzender der ersten Stunde auch etwas sagen, ging es dann an die Bretter, um ein kurzes Schnellschachturnier zu bestreiten. Hier erwiesen wir Schachfreunde uns als perfekte Gastgeber, überließen das komplette Treppchen unseren Gästen aus Liberec und konzentrierten uns wohl mehr auf den anschließenden Besuch eines Biergartens, der einen schönen Tag entsprechend ausklingen ließ.

 

Der Freitag begann mit einer längeren Tour durch die Stadt, bevor man sich in der Villa „Kunterbunt“ in der Eichenhofstraße, sprich bei meiner wesentlich besseren Hälfte und mir, einfand, wo man gemeinsam speiste, um sich so gestärkt wieder zur „Zitadelle“ zu begeben, wo die die Disziplin des Blitzens auf der Agenda stand. Dieses Mal hatten wir unsere Hemmungen bereits deutlich abgelegt und so mancher Gast rieb sich ob gewisser Unverfrorenheiten verwundert die Augen. So beispielsweise mein geschätzter Wilfried Keiber als er unvermittelt von Carsten, der sein erstes Blitzturnier bestritt, Matt gesetzt wurde.

 

Dreizehn Runden des Hauens und Stechens schienen nicht genug gewesen zu sein, denn nach dem Turnier wurde noch so manche Stellung analysiert und den später eintreffenden Schachfreunden gezeigt, während der Grill von Johann Martini umsorgt wurde, was dieser ihm bzw. uns mit köstlichem Fleisch dankte. Unter diesen Umständen dürfte es nicht verwunderlich sein, dass sich der Abend in die Länge zog, ohne dass das jemandem aufgefallen wäre.

 

Nach einem gleichfalls schön verbrachten Samstag, hieß es am Sonntag nach einem gemeinsamen Frühstück schweren Herzens Abschied zu nehmen, wobei allen zum Trost gereichte, dass wir uns 2018 allesamt in Liberec wiedersehen werden! 🙂

 

Epilog:

 

Besser als meine Worte es je zu sagen vermögen haben die folgenden Photos unserer Freunde aus Liberec alle Eindrücke eingefangen, die unterschiedlichste Aspekte der Veranstaltung hervorheben. Viel Spaß beim anschauen! 🙂

 

Bildergalerie 1 von Honza
Bildergalerie 2 von Honza
Bildergalerie 3 von Honza
Bildergalerie 4 von Honza
Bildergalerie 5 von Honza

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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