Kreisklasse B: 1. Runde; Schachfreunde Augsburg VII – BC Aichach II

Erste Gehversuche

 

 

Unser jüngstes Mitglied in der mittlerweile stark angewachsenen „Mannschaftsfamilie“ stellt unsere Siebte dar, der man entsprechend noch zugestehen muss, dass noch nicht alles rund läuft. Das fing beim Informationsfluss an, ging über den großzügigen Umgang mit Chancen weiter und endete passend dazu in einer wahrlich überflüssigen Niederlage gegen den Vierer aus Aichach.

 

Man darf jedoch zuversichtlich sein, dass sich auch diese Recken demnächst an den Geschmack des Erfolges gewöhnen werden, spätestens dann, wenn der Vierer in voller Stärke aufzulaufen vermag, was hoffentlich schon beim nächsten Mal der Fall sein wird. 🙂

 

 

Obwohl es galt, gleich zwei Stammkräfte zu ersetzen, lief im alles wie ein schweizer Uhrwerk, wurde doch schnell Ersatz gefunden. Für Michael, der in der Fünften hatte aushelfen müssen, und Carsten, der schlicht verhindert war, rückten Artur und Thomas ins Team, die beide über mehr Erfahrung verfügen, als Karl bzw. Alexander V..

 

Diese Truppe sollte für die ersten Punkte und damit für einen gelungenen Saisonstart sorgen. Gut, Aichachs Zweite, mit der noch vor wenigen Jahren unser „Flaggschiff“ die Klingen hatte kreuzen müssen, stellte keineswegs ein Leichtgewicht dar, doch ist man vom Glanz vergangener Tage weit entfernt.

 

Einst als Achtermannschaft ein überausgefährlicher Gegner, hat man sich in die Kreisklasse B zurückgezogen, wo man dem Rest der einstigen Mannschaft noch eine Möglichkeit bieten wollte, wenigstens etwas Spielpraxis zu sammeln.

 

Doch als am Spieltag die Gäste in unserer „Zitadelle“ eintrafen, da schien es zunächst so, dass slebst das Besetzen von vier Brettern unter den neuen Vorgaben eine zu große Herausforderung darstellten würde, hatte einer der gegnerischen Spieler keinen aktuellen Test vorliegen. Da jedoch sein Gegner, besser bekannt als Alexander V., ebenfalls noch nicht anwesend war, zog er los, besorgte sich einen Test und bestätigte in korrekter Form ein negatives Ergebnis.

 

All das hatte etwas mehr als eine halbe Stunde gedauert, was für den Aichacher nicht weiter schlimm war, denn ihm waren die schwarzen Steine zugedacht und da Alexander V. immer noch nicht da war, hatte es den Gast keine einzige Minute gekostet. Es sollte sich auch um 19.00 Uhr nicht an der Bedenkzeit des Aichachers ändern, denn Alexanders Brett blieb verwaist – 0:1.

 

In der zwischenzeit war an den anderen Bretter wacker gekämpft worden und die „drei Musketiere“ hatten sich nicht davon irritieren lassen, dass sich hre Chancen durch das Freilassen eines Brettes eigentlich verschlechter hatten. Karl, im zarten Alter von 73 Jahren erstmals in einem Wettkampf dabei und dann auch gleich am Spitzenbrett, setzte seinen erfahrenen Gegner mit Schwarz arg unter Druck, Artur, gleichfalls mit Schwarz, hatte dem Ansturm des Gegners standgehalten, und nun bot sich ihm eine günstige Gelegenheit, zum Gegenschlag gegen die weit vorgerückten Bauern auszuholen, und Thomas sprühte geradezu vor Spielfreude, weshalb er auch entsprechend gut stand.

 

Ohne Übertreibung durfte man zu jenem Zeitpunkt von einem schönen 3:1-Erfolg ausgehen, war doch nicht abzusehen, wie sich die Aichacher all der Schwierigkeiten entledigen sollten. Dies gelang ihnen übrigens auch nicht, vielmehr ließen unsere Jungs die Zügel schleifen. Die Folgen waren keineswegs erfreulich, denn Karl geriet, nachdem er aus Unerfahrenheit arge positionelle Zugeständnisse gemacht hatte, ebenso in die Defensive, wie Artur, der den Gegner zu sehr hatte gewähren lassen. Lediglich Thomas hatte seinen Vorteil vergrößert und stand schon im höheren Sinne auf Gewinn.

 

Er war es dann auch, der eine Mittelspielstellung mit Schwerfiguren und ungleichfarbigen Läufern, in denen bekanntlich jene Seite, die zuerst zum Angriff kommt, klare Vorteile besitzt, sicher verwandelte und damit den überfälligen Ausgleich erzielte – 1:1.

 

Sollte es wenigstens zu einem Unentschieden reichen? Schließlich stand Karl immer noch und auch Arturs Stellung wies keine Lücke auf. Doch die lange Schachpause und die vorher langwierige Verteidigung forderten ihren Tribut, sodass die Genauigkeit der Züge nachzulassen begann. Jeder für sich genommen, wäre leicht verkraftbar gewesen, doch in der Summe führten sie zur Niederlage, womit auch der Wettkampf entschieden war – 1:2.

 

Zwar spielte Karl nach wie vor und bewies damit eine beeindruckende Zähigkeit, doch seine Stellung war derart perspektivlos, dass an mehr als ein Remis nicht gedacht werden konnte. So schien es der gegner gleichfalls eingeschätzt zu haben, denn er knetete gefahrlos auf Sieg, sammelte hier einen weiteren Vorteil ein, schuf dort eine zusätzliche Schwäche und ließ sich dabei nicht aus der Ruhe bringen. Letztlich holte der Aichacher den vollen Zähler und zementierte den Sieg der Gäste – 1:3.

 

 

Fazit:

 

Trotz diverser Startschwierigkeiten muss man sich um diese Truppe keine Sorgen machen, die früher oder später den ersten Sieg einfahren wird. Eine starke Spitze und eine Reihe motivierter Ersatzspieler sind Garanten dafür, dass dies so sein wird.

 

Später stellte sich übrigens heraus, dass Alexander V. gänzlich unschuldig am Fernbleiben war, denn ein Fehler in der E-Mail-Adresse, der jedoch zu keiner Fehlermeldung geführt hatte, hatte ihn nie wissen lassen, dass er einspringen sollte. Dieser Fehler ist mittlerweile auch behoben! 🙂

 

Alle Aufstellungen, Ergebnisse und die Tabelle hält wie gewohnt der Ligamanager bereit. Viel Spaß. 🙂

 

 

 

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