Kreisliga 3: Schachfreunde VI – Thierhaupten
Vor der ersten Begegnung der Saison waren wir noch bereit, unseren Gegnern ein wenig entgegenzukommen, indem wir etwas weiter Richtung Norden und damit Thierhaupten zogen. Unsere schönen neuen Räume wollten wir aber mit einem Sieg beziehen und da half es, dass Thierhaupten das zweite Brett frei lassen musste. So siegte Conrad kampflos (1:0).
Samuel erreichte an Brett 1 bald eine Stellung mit fast symmetrischer Bauernstruktur. Da auch schon einiges getauscht war, einigte man sich auf unentschieden – kein Gemetzel in Samuels sonstiger Manier heute (1,5:0,5).
An den anderen Brettern wurde deutlich länger gekämpft. Gunter hatte an Brett 6 gegen einen relativ starken Gegner Raumvorteil und Initiative und wickelte in ein günstiges Endspiel mit Turm und gleichfarbigen Läufern ab. Nachdem sich die zentralen Freibauern getauscht hatten, hatte er die weitaus aktiveren Figuren. Vor allem der zentralisierte König wog viel. Im Bauernendspiel hatte er dann einen entfernten Freibauern mehr. Er sicherte sich den Punkt souverän (2,5:0,5).
Dominik hatte an Brett 7 früh Initiative und gewann auch Material, stellte dann aber gegen einen ebenfalls relativ starken Gegner eine Figur ein. Er konnte das schwierige Endspiel jedoch retten (3:1).
Leo B. (Brett 5) hatte lange eine ausgeglichene Stellung vor sich, erlangte dann aber Vorteil, als er die Türme auf einer halboffenen Randlinie verdoppelte. Jedoch verlor er eine Figur, holte sie sich zurück und gewann mit großer Kampfkraft die Partie (4:1).
Matti baute sich an Brett 8 ruhig auf und beherrschte das Zentrum. Bei vollem Brett fand er eine Kombination mit Überlastungsmotiv und sackte eine Figur des Gegners ein. Gewohnt ruhig und konzentriert spielte er die Partie bis zum Sieg runter (5:1).
Ich hatte an Brett 4 Entwicklungsvorsprung und konnte die Initiative das ganze Spiel über behalten. Mein Gegner riss etwas leichtfertig seinen Königsflügel auf, sodass ich dort Angriff erhielt. Ich brauchte lange, um durchzudringen, doch am Ende gewann ich mit einer Kombination eine Leichtfigur (6:1).
Was am Nachbarbrett 3 geschah, konnte ich oftmals nur ungläubig registrieren. Zunächst verlief Katarinas Partie recht ereignisarm. Die Bauern standen symmetrisch, sie hatte ein Läuferpaar ohne größeren Wert, der Gegner Läufer und Springer. Abwechselnd verloren die beiden dann Material, bis sie in einem Bauernendspiel landeten, das für Katarina zwar gewonnen war. Aber wer kennt nicht das Gefühl, nach einer wilden Partie einfach erleichtert über ein Remis zu sein (6,5:1,5)?
Das Endergebnis war etwas zu hoch für uns. Wäre Thierhaupten mit voller Mannschaft angetreten, so hätten wir durchaus in Probleme kommen können, denn an dem einen oder anderen Brett war der Ausgang glücklich für uns.
Am nächsten Spieltag treten wir bei der dritten Mannschaft der SGA an, die ebenso mit einem Kantersieg startete. Das wird bestimmt spannend.


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