Winterdienst

Kreisliga 2: Nachholspiel Schachfreunde V – Caissa III

Der Winter ist lang und der Dezember ist es auch. Erst am 14. Februar endete er für die fünfte Mannschaft mit dem Nachholspiel gegen Caissa III – bei Schneetreiben. Eigentlich hätte diese Begegnung schon zwei Monate früher stattfinden sollen, aber Personalmangel hätte das beiden Mannschaften sehr schwer gemacht.

Auch so konnten wir nur zwei Stammspieler einsetzen, doch unsere Jugend besetzte unsere hinteren Bretter bestens. So kam Leo B. an Brett 7 schon nach einer halben Stunde in den Analyseflur und eine Frage nach dem Ergebnis erübrigt sich bei ihm ja mittlerweile … Sein Gegner hatte als Weißer Drohungen im Zentrum missachtet, worauf die Stellung in kürzester Zeit zusammenbrach. Ein paar taktische Finessen, und es war vorbei. Über alle Mannschaften hinweg steht Leo nun bei unglaublichen 6/6.

Ein bisschen mehr Zeit zum Nachdenken nahm sich Dominik an Brett 8, aber viel länger dauerte seine Partie dennoch nicht. Auch er spielte die Eröffnung sehr überlegen und gewann zwei Bauern, ohne besondere Risiken einzugehen. Dem gesellte sich im Mittelspiel ein dritter hinzu, doch sein Gegner wollte sich gerne mattsetzen lassen (2:0). Ein souveräner Auftritt von Dominik, der bewies, wie gut man sich auf ihn verlassen kann.

Conrad (Brett 1) hatte eine Stellung mit Dysbalancen vor sich, die aber länger halbwegs im dynamischen Gleichgewicht schien, auch wenn sich der Gegner in der Eröffnung besser auskannte. Irgendwann verrannte er sich ein bisschen am Königsflügel, es gab Verwicklungen und ein Bauer ging verloren. Im Endspiel mit je zwei Leichtfiguren konnte der Gegner mit einer Taktik einen Freibauern verwerten (2:1).

Alexandra spielte an Brett 4 gegen ihren erfahrenen Gegner gewohnt solide und erarbeitete sich mit der Zeit etwas Vorteil, der dann aber verpuffte. Drei Züge vor der Zeitkontrolle war Schwarz zu sehr mit der Stellung beschäftigt, um noch auf die Uhr zu achten, und seine Bedenkzeit war aufgebraucht (3:1).

Ähnlich diszipliniert spielte Junchi an Brett 5. Er geriet nie in Gefahr, konnte aber auch keinen entscheidenden Vorteil erringen. Ein Remis war das logische Ergebnis (3,5:1,5).

An den verbleibenden drei Brettern sah es insgesamt nach einem Unentschieden aus, sodass wir optimistisch waren. Leo F. hatte an Brett 3 nach einem nur halb gelungenen Bauernopfer in der Eröffnung wie üblich eine taktisch geprägte Partie vor sich, in der beide Seiten einen weit vorgerückten Freibauern hatten. Beide Seiten hatten noch Turm und Leichtfigur. Der weiße König war aber ungeschützt und so gab es Mattdrohungen, die der Gegner nicht mehr abwenden konnte (4,5:1,5). Da Leo am Nachmittag einen Unfall bei einem Umzug gehabt und sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen hatte, war sein Einsatz fraglich. Er stellte sich aber ganz in den Dienst der Mannschaft und holte als Matchwinner auch noch ziemlich überzeugend den Punkt – sehr stark!

Katarina (Brett 2) kam aus einer dynamischen Angriffsstellung, wie sie sie schätzt, nach einem etwas unnötigen Bauernverlust in ein Turmendspiel mit zwei gegen einen Bauern, das sie souverän halten konnte. Der Gegner versuchte noch ein bisschen voranzukommen, aber ihre gute Technik verhinderte das (5:2).

Andy (Brett 6) räumte im Anschluss an die Eröffnung mit einem Springer den g-Bauern des Gegners ab, übersah dann in taktisch komplizierter Stellung aber eine Fortsetzung, die ihm den materiellen Vorteil bewahrt hätte. So erhielt der Gegner Gegenspiel und wickelte schließlich in ein gewonnenes Endspiel ab (5:3).

Damit sind wir wieder Tabellenführer und fahren als solcher bereits in zwei Wochen nach Mering.


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